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Wandel und Ausweg – wie sich die Ärmsten der Armen schon jetzt an den Klimawandel anpassen müssen

Klimawandel ist in vielen Regionen der Welt schon lange kein abstrakter Begriff mehr. Die Dürrezeiten werden immer länger, es regnet kürzer und stärker. Wirbelstürme kommen häufiger und richten immer wieder aufs Neue enorme Schäden an. CARE unterstützt die betroffenen Menschen, sich rechtzeitig auf kommende Naturkatastrophen einzustellen. Damit aus einer Natur- nicht auch noch eine menschliche Katastrophe wird, die Menschen zu Flüchtlingen macht.

Augenzeugen des Klimawandels

Rufine Awanyeka, 15, Ghana
Rufine Awanyeka, 15, Ghana

Was passiert?

"Seit es nicht mehr regnet, haben wir kein Geld mehr und nichts zu essen. Nach den Sommerferien konnte ich nicht wieder in die Schule zurückkehren. Es ist unmöglich, mit leerem Magen zu lernen."

Rufine Awanyeka, 15, Ghana


 

David Sumbo, Programmkoordinator für CARE in Ghana
David Sumbo, Programmkoordinator für CARE in Ghana

Was kann man tun?

„Aufgrund des Klimawandels fällt die Hirseernte mittlerweile sehr schlecht aus. Anstatt Hirse wird vermehrt Mais angebaut, da dieser widerstandsfähiger ist. In manchen Gegenden pflanzen die Menschen gar keine Hirse mehr an, um mit anderen Pflanzen höhere Erträge zu erzielen.“

David Sumbo, Programmkoordinator für CARE in Ghana

Evelina Bernardo, 30, Mosambik
Evelina Bernardo, 30, Mosambik

Was passiert?

„Vor zwei Jahren wuchsen auf unseren Feldern noch Mais und Erdnüsse. In diesem Jahr gab es keinen Regen, nichts wuchs mehr und wir müssen jetzt hungern. Meine HIV-Medikamente vertrage ich nun auch nicht mehr.“

Evelina Bernardo, 30, Mosambik

 

 

Magalhaes Matsinhe, Programmkoordinator für CARE in Mosambik
Magalhaes Matsinhe, Programmkoordinator für CARE in Mosambik

Was kann man tun?

“CARE lehrt die Bauern, wie sie am besten ihre Saat abdecken, damit die Feuchtigkeit im Boden anhält und so verhindert, dass die Sonne das Saatgut zerstört. Das verringert auch den Bedarf an Wasser, was im Hinblick auf die immer länger anhaltenden Dürrezeiten besonders wichtig ist. Als es letztes Jahr endlich regnete, waren die Niederschläge so heftig, dass sie die ganze Saat zerstört haben. Die Menschen hier haben normalerweise einmal im Jahr geerntet. Die Erträge haben für das ganze Jahr gereicht. In den letzten zwei Jahren war der Ernteertrag so gering, dass die Menschen für ihr tägliches Gericht „Nshima“ zusätzlich Mais kaufen müssen. Viele Menschen können sich das gar nicht leisten.“

Magalhaes Matsinhe, Programmkoordinator für CARE in Mosambik

Shanti Mallaha, 55, Nepal
Shanti Mallaha, 55, Nepal

Was passiert?

„Bei der letzten Flut haben wir all unser Hab und Gut verloren. Gott sei Dank haben wir überlebt. Meine Familie und ich sind aufs Dach geklettert und haben dort die ganze Nacht verbracht, bis der Wasserpegel sank. Das habe ich in einem Katastrophenpräventionskurs gelernt. Ich fühle mich dazu verpflichtet, dieses Wissen weiterzutragen, damit mehr Menschen kommende Katastrophen überleben.“

Shanti Mallaha, 55, Nepal



Poul Erik Lauridsen, Programmkoordinator für Nepal von CARE Dänemark
Poul Erik Lauridsen, Programmkoordinator für Nepal von CARE Dänemark

Was kann man tun?

„In Nepal sind die Menschen so heftigen Niederschlägen ausgesetzt, dass sie durch Fluten und Erdrutsche bedroht sind. CARE lehrt die lokalen Gemeinschaften, wie sie am besten mit dem Klimawandel und den daraus folgenden Naturkatastrophen umgehen können. Wir helfen vor allem, in dem wir Bäume am Hang pflanzen, die das Wasser absorbieren und den Boden stabilisieren sollen. Außerdem zeigen wir den Menschen, wie sie sich im Notfall am besten verhalten.“

Poul Erik Lauridsen, Programmkoordinator für Nepal von CARE Dänemark

 
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