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11.01.10

Frohes neues Projektjahr

Sabine Wilke

Von Afrika über den Balkan bis nach Lateinamerika: Ein Streifzug durch aktuelle CARE-Projekte

Ein Mädchen in Serbien - eines der Projektländer von CARE (Foto: CARE/Gignoux)

Ein Mädchen in Serbien - eines der Projektländer von CARE (Foto: CARE/Gignoux)

Auch im neuen Jahr arbeitet CARE weltweit im Kampf gegen Armut, Ausgrenzung und Not. Projektskizzen werden geschrieben, Anträge gestellt und im besten Fall trägt die Arbeit dann Früchte – durch ein neues Projekt, das starten kann. Seit kurzem laufen unter anderem drei neue Vorhaben in Simbabwe, Nicaragua und auf dem Balkan.

Simbabwe: Den Hunger besiegen

In Simbabwe hat sich die wirtschaftliche und politische Krise etwas entschärft, seitdem eine Einheitsregierung unter Mitwirkung der Opposition an der Macht ist. Doch obwohl die Hyperinflation mit der Einführung des US-Dollars erstmal gebremst ist, bleibt ein zentrales Problem bestehen: Ein Großteil der Bevölkerung hat nicht genügend Geld, um sich Nahrungsmittel zu kaufen. Die Vereinten Nationen schätzen, dass beinahe jedes fünfte Kind mangelernährt ist.
CARE hilft hier auf unmittelbare Weise: Die Bevölkerung erhält Saatgut und Werkzeuge, um selber Nahrung in Gemeinschaftsgärten anzubauen. Dazu werden Kaninchen und Ziegen an die Familien verteilt. Diese Nutztiere sind klein genug, um sie auch in städtischen Gebieten halten zu können. Die Familien können Nachwuchs züchten und damit Fleisch für den eigenen Verzehr und zum Verkauf. Das Projekt wird vom Büro für humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (ECHO) finanziert. -> Zum Projekt

Balkan: Menschenhandel bekämpfen

Menschenhändler kennen keine Grenzen, und deshalb ist der Kampf von CARE gegen diese Verbrechen auf dem Balkan auch grenzüberschreitend: In Serbien, Bosnien und im Kosovo unterstützt CARE Netzwerke von Nichtregierungsorganisationen, die sich gegen Menschenhandel einsetzen. Besonders Frauen und Mädchen werden verschleppt, viele von ihnen gelangen auf dunklen Wegen nach Deutschland und werden zur Prostitution gezwungen. Gerade Roma-Gemeinschaften sind besonders gefährdet: Armut und Ausgrenzung macht sie anfälliger für falsche Versprechungen auf ein besseres Leben. Mit der Unterstützung von lokalen Initiativen, Beratungsstellen und dem Austausch von Informationen leistet CARE einen Beitrag im Kampf gegen das Verbrechen. -> Zum Projekt

Nicaragua: Jugendliche stärken

Die Bevölkerung in dem zentralamerikanischen Land wächst. Folglich gibt es auch immer mehr junge Menschen, die Arbeit suchen. Aber es fehlt an Chancen und Perspektiven, weshalb viele Jugendliche in kriminelle Milieus absinken und sich damit ihre Zukunft verbauen. CARE arbeitet im Norden des Landes mit knapp 80.000 Jugendlichen und informiert sie über ihre Rechte, Pflichten und Möglichkeiten. Sie lernen nicht nur, welche Fähigkeiten sie für einen Arbeitsplatz erlernen müssen. Auch AIDS-Aufklärung und individuelle Beratung gehören zu den Aktivitäten. -> Zum Projekt

 

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