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Eine Chance für indigene Gemeinden

Projektdaten

Landkarte von Bolivien.
Landkarte von Bolivien.

Land/Region: Bolivien/ Potosí Norte
Kurzbeschreibung:
Stärkung von Gemeinden in Potosí Norte in Bolivien
Lokaler Partner:
Asociación Acción Andina Bolivia
Finanzierung:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Laufzeit:
Januar 2010 – Juni 2013


Potosí gehört zu den ärmsten Regionen Boliviens (Foto: CARE/Harth)
Potosí gehört zu den ärmsten Regionen Boliviens (Foto: CARE/Harth)

Drei Viertel der Menschen in Bolivien sind indigen, also Nachfahren der ursprünglichen Völker des Landes, die dort bereits lebten, bevor die Europäer nach Südamerika kamen. Die sogenannten „Indígenas“ leben zumeist am Rande der Gesellschaft und wurden über Jahrzehnte benachteiligt. Seit der Wahl des Bauernführers Evo Morales zum Präsidenten versucht die Regierung, die Lebensumstände der Indígenas zu verbessern. Dennoch leben weiterhin fast die Hälfte von ihnen in extremer Armut. Das Departement Potosí im Südwesten Boliviens gehört zu den ärmsten Regionen. Die Bevölkerung wächst stetig, auf der anderen Seite wird die Nahrung immer knapper und der Zugang zur Basisversorgung wie Krankenhäuser und Schulen ist begrenzt. Vor allem die Kinder leiden unter der Knappheit von Nahrung: Drei Viertel sind mangelernährt, 23 Prozent leiden sogar unter chronischer Unterernährung.

 

Eine ausreichende Ernährung ist vor allem für die Kleinsten wichtig (Foto: CARE/Sangster)
Eine ausreichende Ernährung ist vor allem für die Kleinsten wichtig (Foto: CARE/Sangster)

Wie hilft CARE?

Die Situation der Gemeinden kann nur verbessert werden, wenn sie selbst darüber entscheiden, was sie benötigen und wie sie die Projekte umsetzen. Darauf zielt die Arbeit von CARE mit dem sogenannten gemeindeorientierten Entwicklungsansatz ab. CARE möchte also erreichten, dass die Indígenas sich aktiv am Projekt beteiligen, Entscheidungen treffen und somit Verantwortung für sich und ihre Gemeinde übernehmen. Dafür bildet CARE kommunale Führungspersönlichkeiten aus und fördert die Partizipation von Frauen innerhalb der Gemeinden. CARE hat bereits in Peru  und Ecuador positive Erfahrungen mit diesem Ansatz gemacht.

Um die Infrastruktur in Potosí zu verbessern, baut CARE neun Mehrzweck- und Gemeinschaftshäuser, zwei Primarschulen und drei Gesundheitszentren in den eher abgelegen Gebieten der Region. So bekommen die Menschen auch dort Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung. Außerdem will CARE die Ernährung der Kinder verbessern. Dazu erlernen Mütter, wie man Kleingärten mit nahrhaftem Gemüse anlegt. Die Projektarbeit von CARE in Potosí Norte kommt insgesamt 16.600 Menschen zugute.

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Dr. Christine Harth
harth[at]care.de

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