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Nothilfe für Slumbewohner in São Gonçalo, Rio de Janeiro

Landkarte von Brasilien

Projektdaten

Land/Region:Brasilien / São Gonçalo

Kurzbeschreibung: Versorgung der Bevölkerung mit Wasser, Moskitonetzen und Hygieneartikeln

Lokale Partner: CARE Brasilien

Finanzierung: Auswärtiges Amt

Laufzeit: April bis Juli 2010

Sauberes Wasser ist jetzt besonders wichtig (Foto: Jon Spaull)
Sauberes Wasser ist jetzt besonders wichtig (Foto: Jon Spaull)

In der ersten Aprilwoche 2010 kam es im Bundesstaat Rio de Janeiro zu sintflutartigen Regenfällen, die Überschwemmungen und Schlammlawinen ausgelöst haben. Am stärksten betroffen sind die Städte São Gonçalo, Niterói und Rio de Janeiro. São Gonçalo ist die am zweitdichtesten besiedelte Stadt im Bundesstaat und gehört zu den ärmsten Städten Brasiliens. Knapp 40 Prozent der Bevölkerung leben hier unterhalb der Armutsgrenze. Ein Erdrutsch hat in dem Viertel „Recreio dos Bandeirantes“ im Westen der Stadt großen Schaden angerichtet, aber auch viele Stadtteile im Norden sind von Erdrutschen betroffen.

Ganze Nachbarschaften, die an den Berghängen siedelten, wurden von den Schlammlawinen mitgerissen. Viele Familien haben ihre Häuser verloren; Kliniken, Schulen und Kindergärten wurden zerstört. Die Menschen sind bei Verwandten oder in Notunterkünften untergekommen und benötigen dringend Trinkwasser und Nahrungsmittel. Mittelfristig werden Unterkünfte gebraucht, dazu müssen die zerstörten Schulen und Kliniken wieder aufgebaut werden.

Wie hilft CARE?

Mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amts sorgt CARE für die sofortige Unterstützung der betroffenen Haushalte. CARE stellt die Versorgung mit dem Nötigsten sicher. Mit Hilfe von Wassertanks werden 5.000 Menschen mit frischem Trinkwasser versorgt. Dazu kontrollieren Freiwillige mit sogenannten Wassertestkits die Qualität des Trinkwassers in den verschiedenen Stadtteilen.

Dazu verteilt CARE Hygienepakete, die auch die Gesundheitsbedürfnisse von Mädchen und Frauen berücksichtigen. Moskitonetze helfen dabei, die Wasserzisternen zu schützen. Denn dort können sich lebensgefährliche Dengue-Mücken sammeln und brüten. CARE setzt außerdem eine Notunterkunft instand, in der zurzeit 120 Familien leben. 

 
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