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Am 19. und 20. Juni 2008 liefen an unserer Schule zwei Projekttage zum Thema „Lebensraum Sahelzone unter besonderer Berücksichtigung des Nigers“ ab. Die besondere Konzentration auf den Niger kommt daher, da dort unsere Partnerschule liegt, genauer gesagt im Städtchen Abarakan im Air-Gebrige.
Das besondere der Projekttage war, dass sehr viele Referenten (auch von CARE) gewonnen werden konnten, die zum Teil bereits im Niger waren und somit sehr authentisch über die Situation im Land berichten konnten. Die Kontaktstelle war Frau Katrin Koops vom Eine-Welt-Netz-NRW, die die zahlreichen Referenten besorgte.
Besonderer Höhepunkt war der Auftritt der nigrischen Band Etran Finatawa. In bräunlichen und blauen traditionellen Gewändern, verziert mit Bändern und Perlen und im Einklang der elektrischen Gitarre mit der Percussion-Musik begeisterte die Gruppe die gesamte Schulöffentlichkeit. Die sechs Musiker gehören den Nomaden der Tuareg und Fulbe an und bringen in ihrem Gesang ebenfalls die beiden Sprachen der Stämme ein.
Alle Schüler der Sekundarstufe I arbeiteten im Klassenverband zu den unterschiedlichsten Themen: Lebensalltag von Kindern im Sahel (5b), Herstellung und Verkauf von Recycling-Spielzeug (6c), Kinderliteratur aus dem Niger (6d), Einblicke in landestypische Musik und landestypischen Tanz (8a) u.a.
Die Schüler der Sekundarstufe II konnten aus unterschiedlichen Themen wählen. Diese Wahl wurde von der Schüler Vertretung (SV) organisiert und erfolgreich durchgeführt. Folgende Arbeitsgruppen gab es in der Sekundarstufe II: Frauen im Niger, Uranabbau und seine Folgen, Wüstentourismus, Workshop mit der nigrischen Musikgruppe „Etran Finatawa“. Die beiden Projekttage endeten mit einer großen Präsentation der Arbeitsergebnisse am Freitag, den 20.06.08 von 10:00 bis 14:00. Unter die Schulöffentlichkeit gesellten sich ebenfalls zahlreiche auswärtige Besucher, die insbesondere wegen des Konzerts der nigrischen Band gekommen waren.
Besonders erfreulich, insbesondere für unsere Partnerschule im Niger, war der hohe Geldbetrag von etwa 2.600 Euro, der durch zahlreiche Aktionen „erwirtschaftet“ und bereits an unsere Partnerschule weitergeleitet wurde.
Autor: Ralf Menge (Leiter der Afrika-AG am Gymnasium Alleestraße)
Die Themenübersicht der Projekttage am Gymnasium Alleestraße können Sie als pdf.-Datei herunterladen:
Themen der Unter- und Mittelstufe (7 KB)
Aufmerksame Zuhörer und Diskutanten fand Akser Mohamed von der CARE-Partnerorganisation HED Tamat bei seinem Besuch am 29. Mai 2008 im Gymnasium Alleestraße.Während eines einwöchigen Deutschland-Aufenthaltes hatte der Projektkoordinator zuvor unter anderem das europaweit größte Afrika-Festival in Würzburg besucht und dort für die Sache der Tuareg geworben. Gespräche mit der zuständigen Referentin Dr. Christine Harth, die die Kooperation zwischen HED Tamat und CARE koordiniert, in der CARE-Geschäftsstelle in Bonn standen ebenso auf seinem Programm. Akser Mohamed zeigte sich beeindruckt von dem Engagement und Interesse des Siegburger Gymnasiums, das eine Partnerschaft mit einer Schule in Abarakan im Niger geschlossen hat. Im Sowi-Unterricht der 12. Klasse stand er denn auch gern Rede und Antwort über die Kultur der Tuareg und was sie von der europäischen unterscheidet, oder beantwortete Fragen nach den veränderten Lebensbedingungen der Tuareg in Zeiten des Klimawandels. Unterstützt von SoWi-Lehrer Ralf Menge und seiner Kollegin Britta Klein, die als Dolmetscherin fungierte, war diese Stunde eine fruchtbare Begegnung für beide Seiten.
Im Rahmen eines Festaktes wurde am vergangenen Dienstag, 12. Februar 2008, feierlich ein Gastgeschenk der Tuareg-Partnerschule überreicht. Das Paket wurde von Schülern der Grundschule in Abarakan zusammengestellt und enthielt einen persönlichen Brief mit zahlreichen gemalten Bildern sowie ein gestaltetes Banner. Es war das erste gemeinsame Projekt der Schulen.
Die Aktion lief bereits im vergangenen Sommer an: Die Siegburger Schüler hatten im Sommer zwei große Banner gestaltet. Auf den Tüchern waren zwei Schulgebäude dargestellt, die symbolisch durch zwei Hände verbunden sind. Vervollständigt wurden die Tücher dann mit den Daumenabdrücken der deutschen Schüler. Die Stoffbanner wurden dann auf den langen Weg in den Niger geschickt. Nun erhielten sie von den Nomaden-Kindern aus Abarakan eines der Tücher wieder zurück. Auch sie hatten bunte Daumenabdrücke auf dem Tuch hinterlassen und den Namen ihrer Schule in großen Buchstaben eingetragen.
„Das Banner trägt den Schriftzug: „Afus d’afus“. Das bedeutet „Hand in Hand“ und symbolisiert die enge Verbundenheit zwischen unseren Schulen über Hunderte von Kilometern hinweg“, so Ralf Menge, Leiter der Afrika-AG am Gymnasium Alleestraße.
Die Siegburger Schüler haben bereits zahlreiche Veranstaltungen organisiert und Spenden für ihre Partnerschule gesammelt. Zum Auftakt der Schulpartnerschaft war eigens Mano Aghali angereist. Der Vorsitzende der nigrischen Nichtregierungsorganisation HED-Tamat setzt sich gemeinsam mit CARE Deutschland-Luxemburg (DL) für das ausgegrenzte Volk der Tuareg ein.
Offizielle Amtsprache im Niger ist französisch, weshalb sich das Gymnasium mit dem bilingualen Zweig besonders für dieses Projekt eignete. Etwa 860.000 Tuareg-Nomaden leben heute im Niger unter schwierigen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen. Die Abarakan-Grundschule liegt im Air-Gebirge im Norden des Landes.
Die Partnerschaft zwischen dem Gymnasium Alleestraße und der Grundschule Abarakan wird unterstützt von der internationalen Hilfsorganisation CARE DL. Die Organisation führt dort gemeinsam mit dem lokalen Partner HED-Tamat Projekte der Armutsbekämpfung durch.
In einem zweiten Pilotprojekt unterstützt CARE die Partnerschaft zwischen dem Gymnasium Alleestrasse aus Siegburg und der Grundschule Abarakan im Niger. Offizielle Amtsprache im Niger ist französisch, weshalb sich das bilinguale deutsch-französische Gymnasium besonders für dieses Projekt eignete. Offiziell wird die Partnerschaft am 14. August mit einer großen Auftaktveranstaltung gestartet.
Das hielt die Schülerinnen und Schüler aber nicht davon ab, bereits im Voraus Spenden zu sammeln: Bei zwei Konzerten des Schulchors im Juni kamen bereits 1.000 Euro für die Partnerschule zusammen. Zum Startschuss der Partnerschaft wird Mano Aghali aus dem Niger zu Besuch sein, der sich mit der Tuareg-Nichtregierungsorganisation Hed-Tamat für sein noch immer ausgegrenztes Volkes einsetzt. Auch die Gründung einer Afrika-AG am Gymnasium Alleestrasse ist geplant.
Die Abarakan-Grundschule liegt im Air-Gebirge im Norden des Landes, wo das Nomadenvolk der Tuareg lebt. Sie betreiben hier Karawanenhandel und Kamelzucht. Etwa 860.000 Tuareg leben heute im Niger unter schwierigen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen. Neben jahrelanger Unterdrückung und sozialer Ausgrenzung wirkt sich inzwischen auch der Klimawandel auf die Lebensweise des mehr als 2000 Jahre alten Volkes aus: Anhaltende Dürreperioden und geschwächte Böden machen die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Tuareg zunehmend schwieriger.
Während die Männer noch im jahreszeitlichen Rhythmus durch das Land ziehen, sind die Familien inzwischen zum Großteil sesshaft und leben von Obstanbau und Ziegenhaltung. Somit können die Kinder inzwischen auch regelmäßig zur Schule gehen. Die Grundschule in Abarakan wurde 2001 von CARE errichtet und bietet heute rund 90 Kindern eine geregelte Ausbildung. Die Partnerschaft zwischen Siegburg und dem Niger soll außerdem auf eine neu gegründete Gesamtschule für ältere Schüler ausgeweitet werden, die sich 15 Kilometer weiter im Ort Tinja befindet. Hier wird vor allem noch Unterrichtsmaterial benötigt.
Diese beiden Schulpartnerschaften sind für CARE ein Beispiel dafür, wie sich Kinder und Jugendliche in Deutschland mit vollem Einsatz für eine gute Sache engagieren. Dabei zeigen sie jede Menge Herz für die Belange von anderen Schülern, die in weiter Ferne und unter völlig anderen Umständen leben und lernen, als sie selbst.

Thomas Knoll
Referent Ehrenamt / Schulen
Tel. +49 (0) 228 975 63-56
Fax +49 (0) 228 975 63-51
knoll[at]care.de
17.07.2011.
Das Gymnasium Sedanstraße in Wuppertal übergab CARE einen Scheck von über 10.000 Euro für die Japan-Hilfe
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