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Land/Region: Chile/ Chile/Region Maule und Bernardo O'Higgins
Kurzbeschreibung: Humanitäre Hilfe nach dem Erdbeben
Lokaler Partner: Fundacion Alemana para el Desarollo
Finanzierung: Auswärtiges Amt
Laufzeit: April 2010 bis Juni 2010
Am 27. Februar 2010 wurde Chile von einem schweren Erdbeben betroffen. Mit einer Stärke von 8,8 auf der Richterskala war dies eines der schwersten jemals gemessenen Erdbeben. Das Epizentrum lag in der Nähe der Stadt Concepcion. Vor allem ältere Lehmhäuser haben den Erschütterungen nicht standhalten können, und sind zerstört oder schwer beschädigt.
Durch das Beben wurde auch ein Tsunami vor der Küste Chiles ausgelöst, der weite Teil des Festlandes in Küstennähe zerstörte. Neben dem Verlust von Wohnraum wurden auch im erheblichen Umfang industrielle Anlagen und Gewerbegebiete zerstört. Besonders schwierig ist die Situation in den ländlichen Gebieten der Erdbebenregion: Hier kommt die Hilfe nur langsam an und die Menschen sind weitestgehend auf sich gestellt. Daher konzentriert CARE seine Hilfe auf abgelegene ländliche Regionen.
Die Menschen in den ländlichen Gebieten haben kaum die Möglichkeit, ihre eigene Vorsorgung sicher zustellen. Geschäfte sind zerstört und Vorräte wurden durch das Erdbeben vernichtet. Vor allem für ältere Menschen wird die Situation zunehmend prekär: Oftmals auf sich allein gestellt, sind sie kaum in der Lage, die Versorgung selbst zu organisieren. Neben Nahrung und Wasser fehlt es auch an einfachen Hygieneartikel wie Seife und Zahnpasta. Um zu helfen, verteilt CARE Haushalts- und Hygienesets. Diese beinhalten neben diversen wichtigen Hygieneartikeln auch Essbesteck und Teller.
Ab Ende März wird die Regenzeit in der Region erwartet und aktuell haben die Betroffenen keine Möglichkeit, zerstörte Dächer abzudichten oder den noch verbliebenen Hausrat, der jetzt in Freien steht, vor dem Regen zu schützen. Aus diesem Grund werden die Familien ebenfalls mit Notreparatursets ausgestattet. Diese enthalten Faserzementplatten, Plastikplanen, Nägel, Filz und Holzpfosten. Damit haben die Familien die Möglichkeit, sich vorübergehend gegen die Regenfälle zu schützen.

Axel Rottländer
rottlaender[at]care.de
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