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Maximo Beingolea Ochoa hilft Kleinbauern in Peru, ihr Leben an den Klimawandel anzupassen. Für seine Arbeit hat CARE seiner Organisation Accíon Andina den Partnerschaftspreis verliehen.
„Wenn das Klima sich weiter so verändert, dann gibt es in Zukunft große Probleme. Denn die Bauern werden nicht mehr wissen, zu welchem Zeitpunkt sie aussäen sollen.“ Maximo Beingolea Ochoa ist nicht sehr optimistisch, wenn man ihn nach den Auswirkungen des Klimawandels auf sein Land und die Versorgung mit Lebensmitteln fragt. Er arbeitet für die lokale Hilfsorganisation „Accíon Andina“ im Andenhochland Perus. Das Leben der Bauern in den Anden hängt von der Berechenbarkeit des Wetters ab, nur so können sie in dem unwirtlichen Klima Gemüse anbauen.
Das Andenhochland mit seiner dünnen Luft ist ein raues Pflaster für die Indigenas, die Nachfahren der Ureinwohner des alten Inkalandes. Als Kleinbauern leben sie auch heute noch von den Erträgen ihrer Felder. Kaum jemand kann allerdings genug Geld sparen, um sich gegen Ernteausfälle zu schützen. Die Menschen leben isoliert in der kargen Bergregion, es gibt keine medizinische Versorgung und eine hohe Arbeitslosigkeit. Zunehmend zerstören Erdrutsche, Dürren und lang währende Kältephasen mit Frost und Hagel die Felder.
Die Menschen müssen sich also zunehmend an das wandelnde Klima anpassen. In Peru ist das zunächst einmal eine technische Herausforderung: Vorrichtungen, um Lebensmittel länger zu lagern, können zumindest kurzfristig die Nahrungsversorgung sichern. Die Menschen benötigen zudem Wasserreserven, Bewässerungsanlagen und Schulungen über neue Anbaumethoden, wie man etwa Terassenfelder anlegt. Am wichtigsten ist Maximo und seiner Organisation Accíon Andina derzeit, dass die Bewässerung der Felder gerecht organisiert wird. „Es gibt häufig Konflikte innerhalb der Gemeinden“, sagt er. Deshalb sucht Accíon Andina nach neuen Wasserquellen, die die Versorgung für die Bewohner garantieren.
Längerfristig wird der Klimawandel dazu führen, dass Nahrungsmittel und Wasser in Peru knapper werden. „Derzeit gibt es Engpässe bei Kartoffeln, Mais und Weizen. Das sind die wichtigsten Grundnahrungsmittel für Peruaner“, warnt Maximo. „Die Preise für Lebensmittel und Trinkwasser werden dadurch steigen.“ Eine düstere Aussicht für die ohnehin armen Andenbewohner. „Hunger und Mangelernährung nehmen bereits zu“, beobachtet Maximo. „Kinder, Alte und Schwache sind viel stärker anfällig für Infektionskrankheiten.“ Ist das Wasser knapp, verschlechtern sich die hygienischen Bedingungen - und damit die Gesundheit der Bevölkerung. Hitzeperioden und Trockenphasen führen vermehrt zu Herz-Kreislaufproblemen und der Ausbreitung tropischer Krankheiten wie Malaria. Doch wer krank ist, kann auch nicht arbeiten. Der Kreislauf aus Klimawandel, Wasserknappheit, Hunger und Krankheiten sorgt also dafür, dass die Menschen ihre Armut kaum überwinden können.
Maximo Beingolea Ochoa hilft mit seiner Organisation Accíon Andina den Kleinbauern im Andenhochland, sich an die neuen Lebensumstände anzupassen. Für seine Courage und sein Engagement hat CARE Deutschland-Luxemburg Maximo Beingolea Ochoa den CARE-Partnerschaftspreis 2009 verliehen. „Es ist mir ein Herzensanliegen, die Bevölkerung zu unterstützen und ihnen gerechte Chancen zu schaffen. Doch dafür muss vor allem für eines gesorgt werden: Genug zu essen.“ Das Ziel eines entschlossenen und mutigen Mannes.
Magazin CARE affair - die neue Ausgabe "Hunger"
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