von Sandra Bulling und Sabine Wilke

CARE arbeitet in über 70 Ländern im Kampf gegen Armut und Ausgrenzung. Dabei stehen meistens Afrika, Asien und Lateinamerika im Fokus. Aber auch im Süden Europas, auf dem Balkan, bleibt viel zu tun.
Nach dem Ende der Sowjetunion und der Auflösung des Staates Jugoslawien versank die Region in Chaos und Bürgerkrieg. Bis heute sind die Spuren davon noch vielerorts in der Region zu finden. In Bosnien ist die Erinnerung an das Massaker von Srebrenica, einem der schlimmsten Kriegsverbrechen in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg, noch frisch. Der Kosovo hat erst 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt und wird bis heute von den Vereinten Nationen, der Europäischen Union und der NATO beim Aufbau seiner staatlichen Strukturen und bei der Friedenswahrung gestützt.
CARE arbeitet bereits seit Dezember 1993 auf dem Balkan. Zunächst galt es, humanitäre Hilfe für Kriegsopfer und Flüchtlinge zu leisten. Heute arbeitet CARE gemeinsam mit seinen Partnern für die friedliche Entwicklung der Region. Ein Fokus liegt dabei auf der Friedensarbeit mit Jugendlichen und der Förderung von Roma-Gemeinden, die immer noch zu häufig ausgegrenzt und diskriminiert werden.
Das Online-Dossier bietet einen Einblick in die Arbeit von CARE auf dem Balkan. Lernen Sie
Snezana, Ajefi und Fadil kennen, die sich als Roma jeden Tag gegen Ausgrenzung und Benachteiligung wehren müssen. Der Kurzfilm
"Ich bin eine Roma" zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie Roma-Frauen in vier Ländern ihr Leben in die Hand nehmen. In
Bosnien treffen Sie Mara, die dem Menschenhandel und der Zwangsprostitution den Kampf angesagt hat. Ihr Frauenhaus ist ein sicherer Hafen für missbrauchte Mädchen. Dazu gibt es eine
Übersicht über die aktuellen CARE-Projekte in der Region. Eine
Fotogalerie zeigt die Arbeit vor Ort in Bildern. Wer sich noch weiter informieren möchte, findet in der
Linksammlung nützliche Adressen.
Medieninformation:
CARE übernimmt Verantwortung auf dem Balkan (01. Juli 2010)
Blog:
Unterwegs auf dem Balkan