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Besuch in Dadaab, dem größten Flüchtlingslager Afrikas

Axel Rottländer, CARE-Nothilfereferent (Foto: CARE)
Axel Rottländer, CARE-Nothilfereferent (Foto: CARE)

CARE-Nothilfereferent Axel Rottländer reiste Anfang Juni nach Dadaab, eines der größten Flüchtlingslager der Welt. Lesen Sie hier seine Eindrücke.

Die kleine Propellermaschine kämpft sich gegen den Wind durch die Wolken. Dann ist der Blick frei auf die Landepiste, die nahezu mitten im Flüchtlingslager von Dadaab liegt. Rund um die kleine Ortschaft Dadaab im Norden von Kenia befindet sich das größte Flüchtlingslager Afrikas. Mittlerweile sind mehr als 280.000 Flüchtlinge aus Somalia in insgesamt drei Lagern von Dadaab untergekommen.

Dadaab ist für somalische Flüchtlinge die letzte Hoffnung. Sie sind aus Angst vor marodierenden Banden, dem Krieg, dem Hunger und schlicht der Angst ums eigene Leben aus ihrer Heimat geflohen. Hier in Daadab herrscht wenigstens Frieden und es gibt Wasser, Nahrung und eine Unterkunft. Allerdings kommen immer mehr Menschen aus dem Nachbarland Somalia. Mit seinen fast 280.000 Flüchtlingen beherbergen die Lager in Dadaab so viele Menschen wie eine mittelgroße deutsche Stadt, etwa Münster oder Augsburg.
 
Ich bin hier schon zum dritten Mal. Mein erster Besuch war im Jahr 2007, dann kehrte ich 2008 zurück. Bei jedem meiner Besuche waren mehr Menschen in den Lagern und mittlerweile machen sich meine Kollegen und ich ernsthafte Sorgen, ob wir alle Menschen noch versorgen können. Die Flüchtlinge erhalten zwar Hilfe, CARE hat beispielsweise Geld von der Europäischen Kommission erhalten, um die Wasserversorgung und das Abfallmanagement zu verbessern. Aber diese Hilfe ist eigentlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Meine Besuche in den Lagern mache ich deshalb, um gemeinsam mit meinen Kollegen nach Möglichkeiten suchen, wie wir die Hilfe für die Menschen verbessern können. Das wird sicher keine leichte Aufgabe, da wir immer mehr Flüchtlinge versorgen müssen – aber gleichzeitig unsere Budgets kleiner werden. Wir hoffen, trotzdem eine Lösung zu finden, um zumindest die Versorgung mit dem Nötigsten sicher zu stellen.

Mehr als 34.000 Menschen sind allein in diesem Jahr in Dadaab angekommen. Wir können sicher sein, dass es noch mehr werden.

 
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