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Guatemala: Hilfe für ausgebeutete Mädchen und Frauen

In Guatemala Ciudad unterstützte die STIFTUNG HOFFNUNG 1-PLUS in den Jahren 2010 und 2011 die Nichtregierungsorganisation EL REFUGIO DE LA NIÑEZ bei ihrem Programm für Mädchen und junge Frauen, die Opfer von sexueller Gewalt, Ausbeutung und Menschenhandel geworden sind.

Das von uns geförderte Projekt von Refugio de la Niñez zum umfassenden Schutz für Opfer von Ausbeutung und Menschenhandel fußt auf drei Säulen: Betreuung und Unterbringung, juristische Hilfe sowie weiterführende Maßnahmen. Es wird auch gefördert von der deutschen NRO Casa Alianza-Kinderhilfe Guatemala e.V (www.casa-alianza.de)

Das Projekt widmet sich der Gruppe von gefährdeten Jugendlichen, insbesondere jungen Mädchen und jungen Frauen, die auf der Suche nach Arbeit durch betrügerische Vermittler getäuscht, ihren Heimatort verlassen haben und in der fremden Umgebung der Hauptstadt ausgebeutet werden. Die Auswirkungen der Misshandlungen sind Traumata, fehlendes Selbstwertgefühl, Depressionen und Geschlechtskrankheiten durch Ansteckung.

Deswegen  werden pädagogische Programme angeboten, die den Kindern und Jugendlichen  helfen, selbst zu verantwortungsbewussten Menschen zu werden. Familien werden dabei unterstützt, Zusammenhalt zu finden. Eine zusätzliche Komponente der Arbeit ist die Bereitstellung eines sicheren „Hafens“ für besonders bedrohte Familien, aber auch rechtlicher Beistand bei Prozessen gegen die ehemaligen Peiniger. In diesem Schutzprojekt erhalten Jugendliche und gegebenenfalls auch deren Babys eine Zuflucht in einer „Herberge“ der Organisation. 

Betreut werden junge Mädchen zwischen zwölf und 18 Jahren, die auf richterlichen Beschluss oder freiwillig zu EL REFUGIO DE LA NIÑEZ kommen, und junge Frauen zwischen 19 und 30 Jahren. Sie kommen aus der ökonomischen Unterschicht, mit geringer oder ohne Schulausbildung. 

Ein wichtiger Aspekt bei der Betreuung ist die Stärkung der menschlichen, sozialen und familiären Werte. Alle Aktivitäten haben außerdem einen therapeutischen Zweck, damit die Jugendlichen ihre Probleme erkennen und überlegen können, wie sie ihre Situation verbessern und ihr Trauma überwinden können. Für die Jugendlichen bedeutet das die Wiederaufnahme eines normalen Lebens: studieren, sich jugendgerechten Aktivitäten widmen und sich wieder an die Familie annähern.

Die Stiftung Hoffnung 1-plus förderte das Projekt mit 200.000 Euro und übernahm unter anderem die Personalkosten für den Projektleiter, der die Erfüllung der Aufgaben überwacht. Außerdem finanzierte sie das Gehalt einer Erzieherin, die die Mutterrolle mit erzieherischen Funktionen übernommen hat, also verantwortlich ist für die Betreuung der Heimbewohnerinnen. Miete, Instandsetzung und Einrichtung des Hauses wurden ebenfalls gefördert. 

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