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Sie haben ihre Eltern an AIDS verloren oder wurden von ihren Familien verlassen, weil sie selbst erkrankt sind: Die Stiftung Hoffnung 1-plus hilft AIDS-Waisen und HIV-infizierten Kindern.
Kambodscha zählt laut UN zu den „Least Developed Countries“ in Asien, also den am wenigsten entwickelten Ländern. 36 Prozent der Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt. In einer solchen Umgebung haben es sozial benachteiligte Kinder im täglichen Kampf ums Überleben noch schwerer.
Deswegen kümmert sich die kambodschanische Partnerorganisation „New Hope for Cambodian Children“ (NHCC) um Kinder, die aufgrund von HIV/AIDS verwaist oder verlassen worden sind. Sie unterhält zahlreiche Tagesstützpunkte im Landesinneren und ein Dorf („Unser Dorf“) in einer Nachbarprovinz der Hauptstadt. In diesem eigens von NHCC errichteten Dorf wohnen 185 Kinder mit ihren Betreuern. In 24 Häusern leben je acht Kinder mit einem Betreuerpaar. Durch die Zucht von Hühnern und Schweinen, die Fleisch und Eier liefern, sowie Gemüsegärten wird die Ernährung der Kinder weitgehend gesichert. Und bei den Kindern entsteht so ein besonderes Verständnis für landwirtschaftliches Leben. In den Tagesstützpunkten im Landesinnern betreut NHCC über 2.000 HIV infizierte Kinder, meist Waisen oder Halbwaisen.
Im „Dorf“ fehlten lange Zeit Gebäude für Schulunterricht und vorschulische Betreuung. Ohne Bildung laufen die Kinder Gefahr, ein Leben lang ausgegrenzt und von Hilfe abhängig zu bleiben. Deswegen beschloss NHCC, ein Kunst- und Lernzentrum zu errichten. Zwei Gebäude waren 2008 planmäßig fertiggestellt worden, doch die anderen beiden Gebäude, die das Zentrum ergänzen sollten, konnten nicht mehr finanziert werden.
Daher hat die Stiftung Hoffnung 1-plus deren Finanzierung übernommen: Seit dem 30. Juni 2010 stehen alle vier Gebäude. Die Stiftung hatte den Bau der beiden fehlenden Gebäude mit 25.000 Euro gefördert.
Im Oktober begann das neue Schuljahr in Kambodscha. Seither erhalten die Kinder in neuen Unterrichtsräumen Unterricht in den Fächern Kambodschanisch, IT, Mathe und Musik. Morgens radeln alle in die Dorfschule, nachmittags wird in diesen Gebäuden nachgearbeitet, was wegen des desolaten Schulsystems und der besonderen Situation der Kinder notwendig ist, um ihre Chancen im späteren Leben zu verbessern.
Die Stiftung Hoffnung 1-plus fördert NHCC weiter, weil uns die Arbeit dieser NGO sehr überzeugt hat und uns wichtig erscheint. Die Stiftung trägt seit Mitte 2011 die Schulgebühren für zehn Universitätsstudenten und die Kosten der beruflichen Ausbildung für 15 junge Menschen, fast alle HIV/AIDS – infiziert aufgrund ihrer Kindheit. Die sonstigen Lebenshaltungskosten dieser Studenten werden von einer weiteren Stiftung getragen (Kadoorie Charitable Foundation). Außerdem konnten mit Unterstützung der Stiftung vier Lehrer für die Kinder im Waisendorf angestellt werden, die in den auch mit unserer Hilfe errichteten Schulgebäude unterrichten. Beide Maßnahmen fördert die Stiftung mit jährlich 12.000 Euro.
Mehr über NHCC unter: http://www.newhopeforcambodianchildren.com/
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