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"Ich kann kaum glauben, was ich sehe"

Abbildung von Dr. Widyastuti bei der Kontrolle eines Schriftstücks.

Dr. Endang Widyastuti ist die Leiterin der CARE-Gesundheitsprojekte und Teilnehmerin des UNO-Erkundungsteams in Yogyakarta. Sie war in der Region Klaten, wo nahezu 2.000 Menschen ums Leben kamen. Dr. Endang besitzt langjährige Erfahrungen im Bereich der Nothilfe. Während des Telefongesprächs waren Sirenen, Geräusche schwerer Gerätschaften sowie vorbeifahrende Lastwagen zu vernehmen.

 

„Ich befinde mich mitten im Distrikt Klaten, wo alle Dörfer zerstört sind. Ich kann nicht glauben, was ich sehe. Es sieht aus wie in Aceh, als ich dort nach dem Tsunami ankam. Unvorstellbar! Alle Ziegelsteinhäuser sind komplett zerstört. Zerstört! Ich war in zehn Dörfern. Sie sind alle zerstört. Einwohner durchkämmen die Trümmer und versuchen Überlebende und ihre Habseligkeiten zu finden. Ich habe drei oder vier Männer gesehen, die sehr aufgeregt waren. Sie wollten nicht reden. Sie sind sehr ergriffen. Es ist sehr bedrückend. Wir sehen einige Leichen. Die Männer haben die Körper bedeckt. Zwei Leichen in einem Haus können sie nicht erreichen. Um Hilfe rufend, sind sie auf der Suche nach Räumgeräten, um die Leichen aus den Trümmern zu befreien. Nun bin ich im Poskesmas (Klinik). Im Poskesmas ist alles unter Kontrolle. Es ist nicht wie am gestrigen Tag, als es mit verwundeten Patienten vollkommen überfüllt war. Noch immer werden Ärzte und mobile Kliniken benötigt. Nachdem die Wunden versorgt worden sind, müssen Fäden gezogen und Kleidungsstücke gewechselt werden. Nachbehandlungen werden notwendig sein."

"Angst, in den Häusern zu schlafen"

Häuser liege in Schutt und Asche. Einwohner begutachten den Schaden.
Eingestürzte Häuser im Dorf Ngemplak, nahe der Stadt Yogyakarta. Foto: CARE/Lantip Budiarto

"Die Familien befinden sich in ihren Häusern oder in Zelten vor ihren Gebäuden. Die Menschen haben Angst in ihren Häusern zu schlafen. Sie befürchten, dass die Gebäude einstürzen werden. Die meisten Häuser sind bereits zusammengestürzt. Es ist sehr bedrückend. Zelte und Plastikplanen werden dringend benötigt."

"Seit dem Erdbeben haben die Menschen hier im Dorf keinen Zugang zu Brennstoff. Sie haben keine Möglichkeit Wasser abzukochen. Wir haben mit der Verteilung von Air Rahmat, einem Wasserreinigungsmittel, begonnen. Wir erklären den Menschen, wie es zu benutzen ist. Sie sind sehr froh darüber es zu haben, da sie somit sauberes Trinkwasser nutzen können. Um Krankheiten vorzubeugen, ist es im Rahmen einer Katastrophe wie dieser von großer Bedeutung sauberes Trinkwasser bereitzustellen.“

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CARE-Hauptgeschäftsführer berichtet von seiner Reise ins Erdbebengebiet

Lantip Budiarto, CARE-Mitarbeiter aus Indonesien begleitete das Nothilfeteam am ersten Tag nach dem Erdbeben nach Yogyakarta

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