Sie sind hier: Start / Projekte / Projektarchiv: / Asien / Indonesien: Jugendzentrum hilft bei sozialen und medizinischen Fragen
Land/Region: Indonesien/Banda Aceh
Kurzbeschreibung: Einrichtung eines Beratungszentrums für Jugendliche, Ausbildung von mobilen Beratungsteams
Lokale Partner: CARE Indonesien, lokale Behörden
Finanzierung: Aktion Deutschland Hilft e.V.
Laufzeit: Mai 2007 – April 2008
In Banda Aceh gibt es kein funktionierendes Gesundheitssystem mehr. Durch die Tsunami-Katastrophe im Jahr 2004 wurden die entsetzlichen Auswirkungen des drei Jahrzehnte währenden Bürgerkrieges weiter verstärkt. In der Hauptstadt der Provinz Aceh, im Norden Indonesiens, leiden die Menschen nicht nur unter einem Mangel an medizinischer Betreuung - auch medizinische Beratung und Aufklärung kommen deutlich zu kurz. Dadurch besteht die Gefahr, dass sich eine Vielzahl von leicht vermeidbaren Krankheiten ausbreitet, die selbst lange nach der verheerenden Flutwelle für weitere Todesopfer sorgen. Insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene werden mit lebenswichtigen Fragen der Gesundheitsvorsorge allein gelassen. Dabei nimmt die Altersgruppe zwischen 15 und 24 Jahren einen beachtlichen Teil der Bevölkerung ein: Im Jahr 2005 lag der Anteil bei 29 Prozent.
Im Rahmen eines Pilotprojekts richtet CARE Deutschland-Luxemburg ein Jugendzentrum in Banda Aceh ein. Jugendliche können sich dort zu allen gesundheitlichen Fragen informieren, die sie beschäftigen. Frauen und werdende Mütter erhalten medizinische Betreuung. Dies ist aufgrund des hohen Risikos der Verbreitung von HIV/AIDS und anderen Erkrankungen besonders wichtig. Auch die Gefahren des Drogenkonsums werden zur Sprache gebracht. Die Beratungsstelle sorgt für Freizeitangebote in Banda Aceh, die es für Jugendliche seit dem Tsunami kaum mehr gibt. Auf diese Weise hat das Zentrum eine höhere Anziehungs- und Wirkungskraft. Einen Schwerpunkt des Projekts stellt die Beratung muslimischer Mädchen dar. In einer angenehmen Atmosphäre soll Jugendlichen die Möglichkeit zu medizinischer Beratung gegeben werden. Da dies aufgrund religiöser Vorschriften ein sensibler Bereich ist, arbeitet CARE mit religiösen und staatlichen Vertretern zusammen. Um die Nachhaltigkeit der Maßnahmen zu gewährleisten, bildet CARE Gesundheitsberater aus, die auch nach Ablauf des Projekts mit den Jugendlichen weiterarbeiten.
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