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Land/Region: Jemen, Hauptstadt Sana’a
Kurzbeschreibung: Integrationsförderung und Ausbildung für Angehörige der Minderheit der Muhammasheen
Lokaler Partner: CARE Jemen
Finanzierung: Europäische Kommission (EC)
Laufzeit: März 2010 - Februar 2013
Die Minderheit der Muhammasheen im Jemen lebt ähnlich wie die Roma in Europa am Rande der Gesellschaft. Sie wird von der restlichen Bevölkerung ausgegrenzt und lebt in einem Teufelskreis aus Armut und mangelnder Bildung in Slumsiedlungen am Rande der jemenitischen Hauptstadt Sana’a. Ihren Lebensunterhalt verdienen sich die Muhammasheen meist als Straßenkehrer, bei der Müllabfuhr und durch Bettelei.
Den Muhammasheen fehlt es vor allem an Bildung. Denn leider machen die Menschen die Erfahrung, dass sie als Minderheit ohnehin wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Deshalb werden die Kinder zu häufig nicht in die Schule geschickt, sondern müssen durch Betteln zum Einkommen der Familien beitragen.
CARE unterstützt die Muhammasheen dabei, den Teufelskreis aus Armut und mangelnder Bildung zu durchbrechen. Der Schlüssel hierfür ist eine Frühförderung der Kinder und ihre erfolgreiche Eingliederung in das Schulsystem. Dabei sucht CARE die enge Zusammenarbeit mit lokalen Hilfsorganisationen.
Für Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren werden in drei Siedlungen der Muhammasheen Kindergärten eingerichtet. Schulkinder erhalten Unterstützung dabei, sich in den staatlichen Schulen zurecht zu finden. Das Personal der Kindergärten, die Lehrer der Schulen und die Mitarbeiter der Partnerorganisationen werden dabei von CARE betreut und weitergebildet.
Jugendliche Muhammasheen, die bereits einen Schulabschluss besitzen, bleiben dennoch oft arbeitslos. Um ihnen eine bessere Chance auf dem Arbeitsmarkt zu geben, bietet CARE ihnen Weiterbildung. Durch eine gute Bildung und Betreuung – vom Kindergarten bis zur Berufsausbildung – kann die junge Generation der Muhammasheen einen Platz in der Gesellschaft finden.
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