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Land/Region: Kenia/ Nairobi (Slums Kibera und Mathare)
Kurzbeschreibung: Humanitäre Hilfe für vertriebene Menschen in den Slums von Nairobi, die von den ethnischen Auseinandersetzungen nach den Wahlen betroffen sind
Lokale Partner: CARE Kenia
Finanzierung: Auswärtiges Amt, CARE Deutschland-Luxemburg
Laufzeit: 15.01.2008 - 15.04.08
In den Armenvierteln von Nairobi leben mehr als eine Million Menschen. Bislang wohnten sie ungeachtet ihrer ethnischen Zugehörigkeit friedlich zusammen. Doch nach den Präsidentschaftswahlen am 27. Januar 2008 brachen blutige Unruhen zwischen den Stämmen aus. Häuser wurden angezündet und Geschäfte geplündert. Unzählige Menschen mussten fliehen und suchten Schutz in Schulen, Kirchen und staatlichen Einrichtungen.
Besonders betroffen von den Ausschreitungen waren die Slums von Kibera und Mathare. Hier leben derzeit etwa 50.000 Menschen in überfüllten Notunterkünften. CARE Deutschland-Luxemburg verteilt mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes Hilfsgüter und Wasserreinigungsmittel an 2.400 Menschen. Die Familien erhalten Kanister, Eimer, Seife, Waschmittel, Moskitonetze und ein Kochset. Zusätzlich versorgen mobile Wassertanks die Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser. Auch im Norden Kenias ist CARE in der Lage, seine Aktivitäten in den Flüchtlingslagern von Daadab fortzusetzen. Dort versorgt CARE rund 175.000 somalische Flüchtlinge.
Die Krise in Kenia hat große wirtschaftliche Auswirkungen auf die gesamte ostafrikanische Region. Der kommerzielle Transport vom Hafen Mombasas ist stark eingeschränkt - militärische Eskorten sind für den Transport von Brennstoffen und anderen lebenswichtigen Gütern sowohl in das restliche Kenia, als auch nach Uganda, Burundi, Ruanda, in den Südsudan und in den östlichen Teil des Kongos notwendig.

Dejan von Roman
vonroman[at]care.de
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