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CARE-Geschäftsführer Anton Markmiller versucht parallel zum Klimagipfel seine CO2-Bilanz reduzieren. Ob's klappt?
Worauf habe ich mich da nur wieder eingelassen? "Ich rette das Klima" als Selbstversuch. Auf so eine Idee können auch nur die Mädels aus der Presseabteilung kommen. Frau Bulling fährt für CARE zur Klimakonferenz nach Kopenhagen (natürlich CO2-freundlich mit dem Zug!), und ich soll währenddessen von Bonn aus 14 Tage lang klimatische Klimmzüge unternehmen. Aber was soll's, das ganze Leben ist ein Selbstversuch und so schlimm wie beim letzten Mal wird's schon nicht werden. Da habe ich versucht, ein Manuskript rechtzeitig abzugeben. Ging schief.
Kann man sich der Thematik lustvoll nähern? Ich meine, das müßte schon sein, weil ja Verkniffenheit der Zielerreichung eher hinderlich ist. Und das Ziel ist allemal erstrebenswert: Senkung des CO2-Ausstoßes. Jeder, der nicht hinterm Mond lebt, müsste inzwischen begriffen haben, dass das nicht nur eine Regierungsaufgabe ist, sondern uns alle angeht. "Wo viele kleine Hände..." heißt es in einem Lied, bei dem am Schluss eine Gemeinschaftsaufgabe gelingt. Hand in Hand für den Klimaschutz? Das könnte funktionieren und gleichzeitig Spaß machen.
Vielleicht so: "Na, Mr. Obama, Sie auch auf dem Fahrrad zur Arbeit? Gar nicht so einfach, 17 Prozent CO2-Senkung zu erreichen, aber Ihre Vorgabe ist mutig! Durchhalten!"
Oder so: "Hallo Frau Merkel, Sie stammen doch aus dem Pfarrhaus. Es gab da mal einen Ökumenischen Prozess für Frieden und Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung", kann man das nicht in Politik umsetzen? Und wer, wenn nicht Sie, kann das verständlich machen?"
Wow, ich glaube wirklich, in dem Thema steckt Musik. Mal sehen, was die nächsten Tage bringen. Viele kleine Hände - bilden die nicht auch das CARE-Logo? Hände, die eine Weltkugel formen, ineinandergreifen, schützen und helfen? Vielfältig, vielfarbig und fragil wie unsere Welt, aber stark im Zusammenhalt? Da lohnt sich doch auszuprobieren, ob das trägt - im Selbstversuch.
Außerdem: Frau Bulling wird morgens in Kopenhagen immer erst prüfen, ob ich meinen Blog geschrieben habe, bevor sie die Konferenzteilnehmer und ihre (Energie-)Effizienz beobachtet. Ich werde also mit sanftem Druck dazu bewegt, mein Klimaexperiment ernst zu nehmen.
Was halten Sie von dem Experiment? Treffe ich die richtigen klimafreundlichen Entscheidungen? Wie sieht Ihre CO2-Bilanz im Alltag aus? Kommentare und Anregungen sind herzlich willkommen!
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