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Kongo: Verbesserung der Lebensbedingungen für Binnenflüchtlinge

Projektdaten

Lankarte vom Kongo

Land/Region: DR Kongo/ Provinz Nord-Kivu/ Region um Goma und Ruthuru
Kurzbeschreibung: Verteilung von Familiensets und Errichtung von Latrinen, um die Lebenssituation der internen Vertriebenen zu verbessern
Lokale Partner: CARE Kongo
Finanzierung: Auswärtiges Amt

Frauen und Kinder im Kongo leiden am meisten unter dem Bürgerkrieg. Foto: CARE/ Kate Holt
Frauen und Kinder im Kongo leiden am meisten unter dem Bürgerkrieg. Foto: CARE/ Kate Holt

Seit über zehn Jahren ist die Demokratische Republik Kongo immer wieder Schauplatz von Bürgerkriegen und Gewalt. Die Bevölkerung ist traumatisiert. Laut UN-Schätzungen sind im Laufe der letzten zehn Jahre 5,4 Millionen Menschen im Kongo an den Folgen von Gewalt, Epidemien oder Hunger gestorben. Ende Oktober 2008 brachen in der Provinz Nord-Kivu erneut heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Mitgliedern der Rebellenbewegung unter Laurent Nkunda aus. Hunderttausende wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Mehr als 250 000 Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Zurzeit gibt es einen so genannten „humanitären Korridor“ zwischen Goma und Rutshuru, in dem sich die meisten Flüchtlingslager und Gesundheitszentren für Binnenflüchtlinge befinden. Dieser „Korridor“ wurde als Schutzraum von den Kriegsparteien akzeptiert und von UN-Truppen (MONUC) patrouilliert.

Wie hilft CARE?

Um die aktuelle Lage der Binnenflüchtlinge so erträglich wie möglich zu machen, verteilt CARE an 3000 Vertriebene im humanitären Korridor Familiensets. Ein komplettes Nothilfeset für Familien besteht aus Hygieneartikeln, Materialien zur Trinkwasseraufbereitung (Reinigungs-Tabletten und Kanister), Decken, Planen und Küchenutensilien, wie Töpfe, Becher, Besteck und Eimer. Je nachdem, wie dringend bestimmte Materialien benötigt werden, werden die Inhalte der Familiensets an die Bedürfnisse der Flüchtlinge angepasst. So verteilt CARE neben den Standard-Familiensets auch Teilsets. Außerdem baut CARE in der Projektregion Latrinen und sanitäre Anlagen, um die hygienischen Bedingungen zu verbessern und so die Gefahr von Epidemien, insbesondere von Cholera zu mindern.

CARE ist im Kongo seit 2002 in den Regionen, North Kivu und Maniema sowie in der Hauptstadt Kinshasa aktiv. Die Projekte variieren von Gesundheitsförderung über die Unterstützung von Einkommen schaffenden Maßnahmen bis hin zur Beratung von Vergewaltigungsopfern.  

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Projektbetreuung

Bild von Axel Rottländer.

Axel Rottländer
rottlaender[at]care.de

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