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Förderung von Toleranz als erster Schritt Richtung Frieden

Projektdaten

Landkarte von Kosovo / Serbien.

Land/Region: Kosovo/ Malishevë/Mališevo, Gjakovë/Djakovica und Skenderaj/Srbica
Kurzbeschreibung: Schulung von Lehrern in partizipativen Unterrichtsmethoden, Förderung von Toleranz und Menschenrechten unter Jugendlichen
Lokale Partner: Lokale Nichtregierungsorganisationen, Kommunalverwaltung
Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Laufzeit: 06/2006 – 12/2008

Lachende Kinder in einer Schule.
In angenehmer Lernatmosphäre vermitteln Lehrer Werte wie Menschenrechte und Toleranz. Foto: CARE/ Wolff

Der Kosovo zählt nach wie vor zu den ärmsten Regionen des Balkans. Die Menschen in der Region leiden nicht nur unter wirtschaftlichen Problemen, sondern auch unter der starken gesellschaftlichen Zersplitterung. Serben und Albaner scheinen immer noch fern von einer Versöhnung. Nationalistisches Gedankengut ist insbesondere in den ländlichen Gebieten weit verbreitet. Die Intoleranz gegenüber anderen ethnischen Gruppen hält sich dort über Generationen hinweg und stellt eine ernsthafte Bedrohung für einen dauerhaften Frieden im Kosovo dar.

Wie hilft CARE?

Mit dem Projekt „Erziehung zu Frieden und Toleranz“ unterstützt CARE Deutschland-Luxemburg den Prozess der Versöhnung, Demokratieförderung und Friedensbildung im Kosovo.

Um das Verständnis zwischen Serben, Albanern und Roma zu verbessern, arbeitet CARE eng mit Jugendlichen aller drei Volksgruppen zusammen. Bereits im Jahr 2000 startete CARE ein Pilotprojekt: Sozialpädagogen haben albanische Kinder, die vom Krieg traumatisiert sind, psychologisch betreut. 2005 wurde das Konzept dann auf multiethnische Gemeinden ausgeweitet. Sogenannte Jugendaktivisten werden ausgebildet und motiviert, sich für ein verbessertes Zusammenleben der einzelnen Ethnien einzusetzen.

Neben der Jugendarbeit arbeitet CARE eng mit Schulen zusammen und bildet Lehrer in demokratischen Grundwerten und Menschenrechten weiter. So findet das Thema “Toleranz” auch Eingang in den täglichen Unterricht. Die Schüler werden über ihre eigenen Rechte, aber auch über Toleranz gegenüber anderen Ethnien aufgeklärt. Bislang bot der Schulunterricht kaum Raum für Friedenserziehung. Vielen Lehrern fehlte es an didaktischem Wissen über die Gestaltung von partizipativem Unterricht und einer offenen Lernatmosphäre. Sie werden von CARE ermutigt eine kinderfreundliche Lernumgebung zu schaffen und einen respektvollen Umgang mit den Schülern zu pflegen. So soll eine schrittweise Verhaltensänderung der Schüler erzielt werden.

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Bild von Felix Wolff.

Felix Wolff
wolff[at]care.de

 

 

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