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Nie wieder hungern! Kampf gegen Armut und Krankheit in Malawi

Lankarte von Malawi.

Projektdaten

Land/Region: Malawi/ Regionen Salima und Ntchisi
Kurzbeschreibung: Bekämpfung von Armut, Unterernährung und tödlichen Krankheiten in Malawi
Lokale Partner: CARE Malawi, lokale Nichtregierungsorganisationen und Behörden
Finanzierung: Europäische Union
Laufzeit: 01/2007 - 3/2010

Vater wäscht sein Kind mit sauberem Wasser.
Frauen lernen in Arbeitsgruppen, wie sie mit Trinkwasser umgehen und welche Bedeutung Wasser für eine verbesserte Hygiene hat. Foto CARE/von Roman

Die Präsidialrepublik Malawi im Südosten Afrikas zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei nur knapp über 35 Jahren, die Säuglingssterblichkeit bei über 10 Prozent. Dies liegt hauptsächlich an der weit verbreiteten Unterernährung: Gerade Kinder sind oft so geschwächt, dass sie selbst an einfachen Atemwegs- und Durchfallerkrankungen sterben. In den Regionen Salima und Ntchisi sind 40 Prozent der Kinder unterentwickelt. Auch die Sterberate von Müttern bei der Geburt hat sich in den letzten zehn Jahren dramatisch erhöht. Die Armut trifft somit vor allem Frauen und Kinder besonders hart. Mütter, die alleine für ihre Kinder sorgen müssen, können meist kaum das Überleben der Familie sichern.

Wie hilft CARE?

CARE Deutschland-Luxemburg gibt mit seinem dreijährigen Projekt in den Regionen Salima und Ntchisi bis zu 100.000 Menschen neue Hoffnung. Es stellt die nachhaltige Ernährung vor allem von Kindern unter fünf Jahren sicher. Zudem unterstützen die CARE-Mitarbeiter schwangere und stillende Frauen sowie Eltern, die ihre Kinder nicht ernähren können. Mitarbeiter vor Ort schulen Bauern im Anbau einer breiten Vielfalt von Getreide und anderen Anbaufrüchten, um eine vitaminreichere Ernährung sicherzustellen. Die Landwirte lernen zudem, wie man effektiver anbauen und die Ernte besser verarbeiten kann und welche Getreidesorten widerstandsfähiger gegen Dürren sind. In Dörfern, in denen Durchfallerkrankungen und Malaria besonders stark verbreitet sind sowie an Schulen baut CARE Latrinen und sorgt so für bessere Hygiene. Ergänzend können Schwangere und Mütter in Arbeitsgruppen lernen, wie man eine ausgewogene Ernährung für Kinder sicherstellt und wie man typische Krankheiten behandelt.

Im Rahmen des Projekts werden auch Kleinkreditprogramme auf Gemeindebasis gestartet. Durch die Gründung einer Spargemeinschaft können Bauern und andere Dorfbewohner ihr Geld für die Zukunft anlegen. Falls sie kurzfristig Kapital benötigen, zum Beispiel in wirtschaftlichen Notlagen oder wenn sie ihren Betrieb ausbauen möchten, können sie unkompliziert kleine Kredite erhalten. Somit wird auch die wirtschaftliche Lage der Menschen der Region entscheidend und nachhaltig verbessert. In allen Bereichen des Projekts arbeitet CARE eng mit lokalen Behörden und Nichtregierungsorganisationen zusammen und schult Mitarbeiter gezielt. Durch die gewonnenen Erfahrungen können sie später  selbstständig effektiv gegen Hunger und Krankheit vorgehen.

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