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Nothilfe gegen die Dürre

Projektdaten

Lankarte von Niger.

Land/Region: Niger/ Region Arlit und Tchirozérine
Kurzbeschreibung: Nothilfe für die von Dürre betroffene nomadische Bevölkerung Nigers
Lokaler Partner: HED-Tamat
Finanzierung: Außenministerium Luxemburg
Laufzeit: April – Juli 2010

Aufgrund der Dürre hat die Bevölkerung kaum Mittel, ausreichend Futter und Wasser für die Nutztiere bereitzustellen (Foto: CARE)
Aufgrund der Dürre hat die Bevölkerung kaum Mittel, ausreichend Futter und Wasser für die Nutztiere bereitzustellen (Foto: CARE)

Das westafrikanische Land Niger steht selten im Zentrum der Öffentlichkeit. Doch der Wüstenstaat in der Sahelzone gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und leidet zunehmend unter den Folgen des Klimawandels. Im Norden des Landes leben überwiegend Tuareg von der nomadischen Viehzucht und dem Tourismus. Die einzige Möglichkeit, Getreide anzubauen, besteht in der Bewirtschaftung der Oasen, die zumeist mitten in der Wüste liegen.

Die Ernährungssituation der Menschen im Niger ist derzeit besorgniserregend. Im April 2010 warnte CARE, dass sich rund acht Millionen Menschen nicht genug zu essen leisten können. Im vergangenen Jahr sind die Regenfälle weitaus geringer ausgefallen als üblich; die Dürre hält bis heute an. Auch die Situation der Viehhirten in der Region Agadez hat sich verschlechtert, denn sie leiden auch unter der instabilen Sicherheitslage. Denn im Norden liefern sich Regierungstruppen und Rebellen regelmäßig Auseinandersetzungen, die die Bewegungsfreiheit und die Sicherheit der Bevölkerung gefährden.

Wie hilft CARE?

Insgesamt unterstützt CARE 63.000 Menschen, die von der Dürre betroffen sind. Dabei handelt es sich vorwiegend um Tuareg, einem Wüstenvolk, das in den Dörfern und Lagern der Täler der Regionen Arlit und Tchirozérine lebt. Die Menschen leben von der Viehzucht und vom Ackerbau und sind von der Dürre des vergangenen Jahres stark betroffen.

Um die Ernährungssituation der Bevölkerung zu verbessern, bietet CARE sogenannte Cash-for-Work Maßnahmen an. Das bedeutet, dass die nomadische Bevölkerung für Arbeiten bezahlt wird, die dem Gemeinwohl dienen, wie zum Beispiel dem Bau von Straßen. Dazu werden auch 2.000 Setzlinge ausgesät, die als ausgewachsene Büsche vor Erosion und Winden schützen. Zudem werden Futtermittelbanken eingerichtet, die gemeinsam verwaltet werden. So steht auch in Zeiten knapper Ernte aureichend Viehfutter zur Verfügung. Um die Ernährung der Haushalte selbst zu verbessern, gibt es auch Getreidebanken. Dort können die Tuareg Saatgut einlagern, um auf dieses in Zeiten der Dürre zurückgreifen zu können.

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Charlotte Look
look[at]care.de

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