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CARE ehrt Vorreiter in der Armutsbekämpfung

CARE verleiht in Berlin erstmalig Millenniumspreis an Premierminister Luxemburgs und Partnerschaftspreis an nigrischen Tuaregführer

 

Finanzminister Peer Steinbrück (rechts) übergibt den CARE-Millenniumspreis an Jean-Claude Juncker (mitte).
Der Tuareg-Führer Mano Aghali vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Fotos: CARE/Markus Matzel

Ein Tuareg an der Seite eines europäischen Staatschefs: Ein solch seltenes Zusammentreffen fand am Montagabend im Haus der Commerzbank in Berlin statt. CARE Deutschland ehrte den luxemburgischen Premierminister Jean-Claude Juncker sowie den nigrischen Tuaregführer Mano Aghali für ihr Engagement in der Armutsbekämpfung. "Die Welt gehört nicht uns Europäern und wir müssen aufhören uns so zu benehmen," so Juncker bei der Verleihung in Berlin. "Solange täglich 25.000 Menschen auf der Welt den Hungertod sterben, hat Europa seine Aufgabe in der Entwicklungszusammenarbeit noch nicht erfüllt. Es muss uns gelingen im 21. Jahrhundert Hunger und Armut von dieser Welt zu tilgen - dafür arbeiten wir." Die Preise gingen somit an zwei Persönlichkeiten, die auf ganz unterschiedlichen Wegen zur Erreichung der Milleniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen beigetragen haben: Der eine auf dem politischen Parkett Europas, der andere in der kargen Wüstenwelt der Tuareg im nigrischen Air-Gebirge. 

Luxemburg im Club der G 0,7

 

"Zwar gehört Luxemburg nicht zu den G7, dafür aber zu den G 0,7. Das ist der exklusivere Club", sagte Jean-Claude Juncker in seiner Dankesrede. Luxemburg verwendet als eines von wenigen europäischen Ländern über 0,7 Prozent seines Bruttonationaleinkommens für Entwicklungshilfe – ein Ziel, dem sich die Industrieländer seit Langem verpflichtet haben. Unter anderem für diesen Erfolg erhielt der luxemburgische Premierminister den erstmals vergebenen CARE-Milleniumspreis, den Finanzminister Peer Steinbrück überreichte. "Durch nichts zu unterschätzen ist das Engagement der Zivilgesellschaft und von Hilfsorganisationen, wie CARE. Die lebensnotwendigen Pakete, die einst NACH Deutschland geschickt wurden, werden nun VON Deutschland aus in die Welt gesandt", beschrieb Steinbrück die Arbeit von CARE. Der Preis, den er übergab, kommt aus Kenia: Ein Künstler aus dem Flüchtlingslager Daadab hat die Auszeichnung geschnitzt und gestaltet.

Jean-Claude Juncker wurde für sein Engagement in der Entwicklungshilfe von CARE ausgezeichnet.

Auf der Preisverleihung in Berlin wurde auch die nigrische Nichtregierungsorganisation HED-Tamat geehrt: Mano Aghali nahm den CARE-Partnerschaftspreis für die soziale Bewegung entgegen, die sich für die Gleichberechtigung der Tuareg im Niger einsetzt. HED-Tamat hilft dem Wüstenvolk in Zusammenarbeit mit CARE durch den Bau von Schulen und Gesundheitszentren, Brunnenbohrungen sowie durch die Förderung von kleinen Gewerbebetrieben. So können die Menschen aus eigener Kraft der zunehmenden Wüstenbildung in ihrem kargen Lebensraum begegnen. 

 

Hier finden Sie weitere Informationen zur Zusammenarbeit von CARE mit HED-Tamat  >>>

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