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CARE: "Wintereinbruch in Jordanien verschärft Flüchtlingskrise"

25.11.12 | 

Von Johanna Mitscherlich

Versorgung der Flüchtlinge in städtischen Gebieten unzureichend / CARE-Präsident Heribert Scharrenbroich ab heute vor Ort

Syrisches Mädchen in einem Flüchtlingslager in Jordanien. (Foto: CARE/Thomas Schwarz)

Syrisches Mädchen in einem Flüchtlingslager in Jordanien. (Foto: CARE/Thomas Schwarz)

Bonn/Amman, 25. November 2012. "Im Nahen Osten hilft CARE Menschen in Kriegs- und Konfliktgebieten, aktuell besonders im Gazastreifen und den Betroffenen des andauernden syrischen Bürgerkrieges. Wir bitten, dass nach den vielen Bildern aus Gaza nun auch die syrischen Flüchtlinge wieder Beachtung und Unterstützung finden", appelliert Heribert Scharrenbroich, Präsident von CARE Deutschland-Luxemburg, der sich seit heute (Sonntag) in Jordanien befindet.

"Es wird kalt in Jordanien, und viele Flüchtlingsfamilien aus Syrien brauchen nun besonders unsere Unterstützung. Viele leben in dem großen Lager Zaatari, wo der Bedarf an Hilfe unbestritten groß ist. Aber wir dürfen die noch größere Zahl syrischer Familien nicht vergessen, die bei Gastfamilien oder in städtischen Gebieten in Jordanien untergekommen sind und teilweise unter erbärmlichen Umständen leben müssen", so Scharrenbroich.

Laut Angaben des Flüchtlingswerkes der Vereinten Nationen (UNHCR) haben mehr als 70 Prozent aller syrischen Flüchtlinge in Jordanien nicht in Flüchtlingslagern, sondern in städtischen Wohnräumen und bei Gastfamilien Obdach gefunden. Über 90 Prozent aller Flüchtlingsfamilien leben in einfachen Unterkünften, die keinen Schutz vor Kälte bieten. "Die Flüchtlinge sind mit dem gekommen, was sie am Leibe trugen. Sie haben keine Decken, Matratzen oder Winterkleidung", mahnt Scharrenbroich. Vor allem für Frauen und Kinder sei die Situation kritisch. Mütter, die alleine mit ihren Kindern geflohen sind, würden seltener eine Arbeit finden und könnten die Miete kaum bezahlen.

Humanitäre Organisationen wie CARE berichten, dass viele Mütter aus lauter Verzweiflung ihre Kinder auf die Straße statt in die Schule schicken, um Geld zu verdienen. So drohen Ausbeutung und Misshandlung. Auch die Unterstützung der jordanischen Gemeinden, die Flüchtlinge aufnehmen, ist bisher unzureichend. Der Druck auf kommunale Dienstleistungen wie Wasserversorgung, Abwasserentsorgung sowie das Gesundheits- und Bildungswesen steigt mit der Zahl der eintreffenden Flüchtlinge.

CARE arbeitet seit 1948 in Jordanien und verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Unterstützung von Flüchtlingen, zuletzt nach dem Irak-Krieg. CARE unterstützt aktuell über 20.000 Syrer in den Grenzregionen und in der Hauptstadt Amman mit Bargeld für Nahrungsmittel und Miete, sowie mit Decken, Winterkleidung und Heizkörpern.

CARE ruft zu Spenden für die Nothilfe in Jordanien auf:

CARE Deutschland-Luxemburg e.V.
Spendenkonto 4 40 40  
Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 50 198)
Onlinespenden unter www.care.de/spenden.html

Für Rückfragen steht Ihnen unsere Pressestelle zur Verfügung:

Sabine Wilke

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Johanna Mitscherlich
Referentin Medien und Onlinekommunikation

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