Die sich zuspitzende Situation in den dürregeplagten Staaten Afrikas ist für die internationale Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg „ein Fanal für den Klimagipfel in Kopenhagen“. Man könne nicht über „prima Klima-Zertifikate sprechen, CO2-Rechnungen anstellen und gleichzeitig die Wirkungen der Klimaveränderungen für die Ärmsten faktisch ignorieren“, mahnte CARE-Hauptgeschäftsführer Dr. Anton Markmiller. Es gehe nicht um Zahlen, sondern um betroffene Menschen.
CARE fordert neben der unmittelbaren Hilfe für die Opfer der Dürren ein „ganzheitliches Konzept“, so Markmiller. Dies müsse „vom fairem Handel über Klimaschutz bis hin zur Unterstützung der Landwirtschaft“ in den Entwicklungsländern reichen.
In Äthiopien brauchen 6,2 Millionen Menschen dringend Nahrungsmittel, 78.000 Kinder sind akut unterernährt. CARE verteilt therapeutische Nahrung und Lebensmittel wie Weizen, Öl, Hirse. Damit erreicht CARE eine halbe Million Menschen, darunter fast 70.000 Kinder. Viele Haushalte haben Milchziegen von CARE erhalten, die ihnen ein Einkommen schafft. Zudem trainiert CARE Gesundheitsarbeiter und plant den Bau von Latrinen, Brunnen und Wasserreservoirs, um Hygienestandards zu verbessern und Krankheiten zu vermeiden.Die Verteilung von Saatgut und Werzeugen hilft Bauern, ihre Verluste auszugleichen und wieder neu anzubauen.
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CARE engagiert sich mit über 14.000 meist lokalen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in 69 Ländern für die Überwindung von Armut, Hunger und Krankheit. CARE blickt auf 60 Jahre Erfahrung im Bereich der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit zurück, hat Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und hilft unabhängig von politischer Anschauung, religiösem Bekenntnis oder ethnischer Herkunft. Für seine sorgfältige Verwendung von Spendengeldern trägt CARE Deutschland-Luxemburg das DZI-Spendensiegel und wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) mit dem ersten Platz des Transparenzpreises 2008 ausgezeichnet.
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