
Blick nach vorn: Nach der Nothilfe muss der Wiederaufbau langfristig angelegt sein (Foto: CARE/Hockstein)
Luxemburg/Port-au-Prince, 29.01.2010. Drei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti zieht CARE eine positive Zwischenbilanz. Robert Schadeck, Präsident von CARE in Luxemburg a.s.b.l., resümiert: „CARE in Luxemburg a.s.b.l. ist sehr dankbar für die das große Ausmaß an Solidarität der luxemburgischen Bevölkerung.“
Aufgrund der Zerstörung der Infrastruktur Haitis und der desolaten Zustände im Armenhaus des Westens war es anfangs schwierig, zu den Notleidenden durchzukommen. „Mittlerweile kann man die Nothilfe für Haiti als gut koordiniert und von Tag zu Tag effizienter bewerten“, so Schadeck. Bis heute habe CARE knapp 40.000 Menschen mit der ersten Nothilfe erreicht. „Wir haben sauberes Trinkwasser, Wasserkanister, Hygiene-Pakete, Matratzen und Decken verteilt und sind dabei, weitere Zelte zu besorgen“, erläutert Schadeck.
CARE denke aber bereits jetzt an den Wiederaufbau. Dafür hofft CARE auf weitere finanzielle Unterstützung. Wenn die Nothilfe in zwei Monaten auslaufe, dann beginne die wichtige Übergangshilfe für den Wiederaufbau. „Diese muss jedoch ausreichend finanziert werden, damit die Menschen wieder eine Perspektive für ihr Land sehen“, appellierte Schadeck.
Für den Wiederaufbau plane CARE den Bau von erdbebensicheren Häusern, Schulen und Krankenhäusern sowie die Wiederherstellung von Wasserleitungen. Damit die Haitianer nicht von ausländischen Almosen abhängig blieben, müsse in Bildung, Gesundheit sowie Beschäftigung fördernde Maßnahmen, vor allem in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft, investiert werden. All dies seien Bereiche, in denen CARE besondere Erfahrungen habe.
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Initiative Transparente Zivilgesellschaft