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10.12.09

Studie bestätigt: Klimawandel verschärft Armut

Sandra Bulling

CARE und ZEF geben Handlungsempfehlungen für Hilfsorganisationen

Ausgetrocknete Erde: Das Klima ändert sich in Indonesien (Foto: Hornidge)

Ausgetrocknete Erde: Das Klima ändert sich in Indonesien (Foto: Hornidge)

Arme Menschen sind vom Klimawandel besonders betroffen und für seine Folgen extrem anfällig. Dies hat eine gemeinsame Studie von CARE Deutschland-Luxemburg und dem Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn (ZEF) nun wissenschaftlich bestätigt. Die Studie „Warten bis das Wasser kommt? Armutsbekämpfung in Zeiten des Klimawandels“ untersucht die Zusammenhänge zwischen Armutsbekämpfung und Klimawandel und stellt sie unter anderem anhand einer Fallstudie aus Indonesien konkret dar.

„Der Klimawandel ist der Parasit der Armutsbekämpfung. Er macht Erfolge der Hilfsorganisationen zunichte und erschwert die Entwicklungszusammenarbeit“, sagt Heribert Scharrenbroich, Vorsitzender von CARE Deutschland-Luxemburg. Einerseits werde es unter den zunehmend unsicheren Klimabedingungen schwieriger, den Menschen aus der Armut zu helfen. Anderseits sei zu befürchten, dass der Klimawandel noch mehr Menschen in die Armut reißen werde. „Die Feldforschung für die Studie zeigt es deutlich: Wie gut Menschen auf Klimawandelfolgen reagieren können, hängt von ihrem Lebensstandard ab. Das Gefälle von Arm und Reich verstärkt sich, innerhalb von Dorfgemeinschaften ebenso wie zwischen Regionen und Ländern.“

„Wichtig ist, dass lokales Wissen über Klima mit globalem Wissen aus der Klimaforschung verbunden wird“, so Prof. Solvay Gerke, Direktorin am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn. „Dorfgemeinschaften wie die in Indonesien haben sehr wohl eigene Strategien um mit Klimawandel umzugehen, aber dieses Wissen muss angepasst werden, damit die Gemeinschaften angemessen und anhaltend auf weiteren Klimawandel reagieren können.“

Die Studie gibt acht Handlungsempfehlungen für Hilfsorganisationen wie CARE, die zur Bekämpfung der Armut unter den erschwerten Bedingungen eines sich verändernden Klimas angewendet werden sollten. Dabei werden unter anderem die Nutzung lokaler Anpassungsstrategien, die Integration der Bevölkerung bei der Planung und Durchführung von Anpassungsmaßnahmen und die Förderung und Nutzung von lokalem Wissen genannt.

 

Download: „Warten bis das Wasser kommt? Armutsbekämpfung in Zeiten des Klimawandels“ (pdf)

 

 

 

 

 

 

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