
Auf den Philippinen arbeitet CARE mit lokalen Partnern, um die Bevölkerung mit dem Nötigsten zu versorgen (Foto: CARE/Aznar)

In Vietnam hat Wirbelsturm Ketsana schwere Verwüstungen angerichtet (Foto: CARE)
Bonn, 16. Oktober 2009. CARE hat erste Nothilfeaktionen in den von Wirbelsturm Ketsana betroffenen Ländern sowie in Indonesien gestartet.
In Indonesien hat CARE Wasserreinigungstabletten, Wasserkanister, Decken, Tücher und Hygieneartikel verteilt. Zusätzlich haben CARE-Mitarbeiter Material ausgeliefert, um Latrinen aufzubauen. Die Verteilungen fanden in dem stark zerstörten Bezirk und in der Stadt Padang Pariaman statt. "Dort sind viele Wasserquellen verschmutzt oder zerstört. Die Menschen trinken Kokosnusssaft oder Flusswasser. Seuchen oder Krankheiten können daher schnell ausbrechen", so CARE-Hauptgeschäftsführer Anton Markmiller. CARE konzentriert sich bei den Verteilungen auf die ländlichen Regionen. Die Verteilungen fanden zu Fuss und per Motorrad statt, da Straßen zu den Dörfern verschüttet oder zerstört sind. "Wir haben eine Menschenkette gebildet und die Nothilfeartikel von Hand zu Hand weitergegeben", erzählt Adjie Fachrurrazi, Nothilfekoordinator von CARE in Indonesien. CARE hilft derzeit rund 8.000 Familien und plant, insgesamt 40.000 Betroffene zu erreichen.
Wirbelsturm Ketsana hat in Vietnam, Laos, Kambodscha und auf den Philippinen schlimme Verwüstungen angerichtet. Mehr als drei Millionen Menschen brauchen dringend Hilfe.
Das CARE-Nothilfeteam in Vietnam hat Wasserflaschen, Nudeln und Reis an 6000 Betroffene in der Provinz Quang Nam verteilt. Mehr als 160 Menschen sind in den Fluten ertrunken und Tausende sind nun obdachlos. Knapp 300.000 Häuser sind zerstört, die Felder mit der Ernte verwüstet. Die Menschen brauchen nun vor allem sauberes Wasser und Lebensmittel. Zudem verteilt CARE Nothilfepakete mit Hygieneartikeln, Küchenutensilien, Moskitonetzen, Decken und Wasserkanistern. Damit werden insgesamt 25.000 Menschen unterstützt. CARE Deutschland-Luxemburg hat für die erste Nothilfe unmittelbar nach Eintreffen des Wirbelsturms 10.000 Euro bereitgestellt.
Auf den Philippinen haben CARE-Mitarbeiter Lebensmittel und sauberes Wasser an 30.000 Menschen verteilt. "Unser vordringliches Ziel ist es, in den Philippinen insgesamt 90.000 Menschen mit lebensnotwendiger Hilfe, wie sauberem Wasser, Nahrung und Notunterkünften zu erreichen", sagt Dr. Anton Markmiller, Hauptgeschäftsführer von CARE Deutschland-Luxemburg. "Die CARE-Mitarbeiter arbeiten Hand in Hand mit lokalen Partnerorganisationen und versorgen die Menschen rund um die Uhr. Mit unseren starken Hilfsteams vor Ort erreichen wir die Betroffenen direkt."
Auch in Laos und Kambodscha hat der Wirbelsturm Ketsana schlimme Verwüstungen angerichtet, viele Provinzen sind auch dort überschwemmt und nicht erreichbar. "Wir machen uns große Sorgen um die Dörfer, die nahe am Fluss liegen", sagt Henry Braun, deutscher Länderdirektor von CARE in Laos. "Die Kollegen vor Ort berichten, dass in zwei Dörfern jeweils nur noch ein Haus steht." Die Menschen in diesen Dörfern haben alles verloren. Das Risiko einer Ansteckung mit Malaria steigt, da Familien mit Kleinkindern im Freien schlafen müssen und stehende Wasserpfützen Brutplätze für Moskitos darstellen. CARE hat Nothilfepakete an 2.300 Betroffene verteilt. Ein Paket enthält Plastikplanen, um eine Notunterkunft zu bauen, Seife, Kochgeschirr, Wasserkanister und Gläser. Zudem haben die Mitarbeiter eine Liste der dringend gebrauchten Medikamente erstellt, die Arzneien eingekauft und an die lokale Gesundheitsstation geliefert. In den nächsten Tagen wird CARE Lebensmittel wie Öl, Fisch, Salz und Zucker verteilen. Insgesamt soll so in den kommenden Tagen 25.000 Menschen geholfen werden.
CARE Kambodscha hat in der schwer betroffenen Provinz Rattanakiri Lebensmittel und Spiritus zum Kochen an 4.200 Menschen verteilt.
NEU! 07. Oktober - Factsheet (englisch): Katastrophen in Ostasien (Indonesien, Kambodscha, Laos, Philippinen, Vietnam)
Der deutsche Länderdirektor von CARE Laos, Henry Braun und Marten Mylius, Nothilfekoordinator von CARE Vietnam stehen für Interviews zur Verfügung.
CARE-Nothilfekoordinator Marten Mylius im Interview:
Berliner Morgenpost, 30.09.2009 (externer Link)
Deutschlandfunk, 30.09.2009 (Audiodatei, externer Link)
Domradio, 30.09.2009 (externer Link)
rbb inforadio, 01.10.2009 (externer Link)
Sandra Bulling
stellv. Pressesprecherin
Tel: 0228 / 975 63 46
Mobil: 0151 / 126 27 123
Fax: 0228 / 975 63 53
Mail: bulling[at]care.de
CARE ruft zu Spenden für die betroffenen Bewohner auf:
Spendenkonto 4 40 40
Sparkasse KölnBonn (BLZ 370 50 198)
Onlinespenden unter www.care.de/spenden.html
Spendenhotline: 0900 5 051 051 (5 €/Anruf aus dem dt. Festnetz)
In Verbindung stehende News:
Fluten und Erdbeben in Südostasien (08.10.09)
Indonesien: Sechs Wochen nach dem Erdbeben auf Sumatra (11.11.09)
Nach den Katastrophen in Südostasien (23.10.09)
Die Stadt ist tiefschwarz (02.10.09)
Indonesien: „Keine Minute verlieren“ (01.10.09)
Vietnam: Im Auge des Sturms (30.09.09)
Vietnam: Ketsana ist schlimmster Taifun in 40 Jahren (30.09.09)
Initiative Transparente Zivilgesellschaft