BONN/ISLAMABAD 18. Juni 2009. Die Lage der Flüchtlinge in Pakistan nach den Militärschlägen der Armee wird von der Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg als „beispielloses Drama“ bezeichnet. CARE-Vorsitzender Heribert Scharrenbroich sagte dazu in Bonn: „Was sich vor unseren Augen abspielt, ist ein komplettes Versagen der humanitären Gemeinschaft.“ Es sei vollkommen inakzeptabel, Menschen wochenlang ohne Dach über dem Kopf, ohne ausreichende medizinische Versorgung und unter gefährlichen hygienischen Bedingungen leben zu lassen.
Das Rote Kreuz und die Vereinten Nationen hätten mehrfach auf die eklatante Unterfinanzierung der Hilfe hingewiesen. Dennoch sei nichts geschehen, was den Standards der internationalen Gemeinschaft für Menschen in solch einer Notlage auch nur ansatzweise angemessen wäre, so Scharrenbroich weiter. Er forderte die Bundesregierung auf, es nicht bei der bisherigen Hilfe zu belassen. „Der Kampf gegen Terroristen ist mit militärischen Mitteln alleine nicht zu gewinnen“, so Scharrenbroich, dessen Organisation bereits vor Wochen aus eigenen Mitteln 30.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung gestellt hatte. Scharrenbroich: „Unsere Spender zeigen ein Herz für die Opfer der Militärschläge und erkennen sehr deutlich, dass die Vertriebenen in Pakistan unter teils verheerenden Bedingungen ihr Leben fristen müssen.“
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