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Fast die Hälfte der gesamten Bevölkerung südlich der Sahara lebt in absoluter Armut. Den Menschen fehlt es an Nahrung, medizinischer Versorgung, Bildung und Einkommensmöglichkeiten. Der Zugang zu Bildung ist äußerst ungleich verteilt: 40 Prozent aller Erwachsenen und 48 Prozent aller Frauen können weder lesen noch schreiben. Fast die Hälfte der Kinder unter fünf Jahren ist unterernährt. Die Hälfte der Bevölkerung Afrikas hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen. Durch unzureichende Hygienebedingungen und verschmutztes Trinkwasser wird die Ausbreitung von Infektionskrankheiten beschleunigt.
Verschärft wird die schwierige Situation in vielen afrikanischen Ländern durch HIV/AIDS. Die Immunschwächekrankheit trifft vor allem junge Erwachsene. Ihre Erkrankung hinterlässt große Lücken in der Arbeitswelt, wodurch die gesamte wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Kontinents beeinträchtigt wird. Fast 25 Millionen Menschen in der Region leben mit dem HI-Virus. Inzwischen haben über 12 Millionen Kinder ihren Vater, ihre Mutter oder beide Elternteile durch AIDS verloren. Bereits jetzt sind 17 Millionen Menschen an der Immunschwächekrankheit gestorben.
Die Arbeit von CARE konzentriert sich auf den Kampf gegen Nahrungs- und Wasserknappheit, gegen AIDS, andere Krankheiten wie Malaria oder Tuberkulose und gegen die Benachteiligung von Frauen. Sie erhalten Beratung, Ausbildung und wirtschaftliche Unterstützung in Form von Mikrokrediten. Die Erfahrung zeigt, dass Frauen mit den Krediten ausgezeichnet haushalten und schnell auf eigenen wirtschaftlichen Beinen stehen – Hilfe zur Selbsthilfe trägt hier nachhaltige Früchte. In Regionen, die von langjährigen Bürgerkriegen geschwächt sind, hilft CARE beim Wiederaufbau und bei der Wiedereingliederung von Flüchtlingen in die Gesellschaft. CARE setzt sich in Afrika dafür ein, dass alle Menschen ein würdiges und selbstbestimmtes Leben führen können.
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