Lateinamerika ist stark von sozialen Ungleichheiten geprägt. Armut ist ein zentrales Problem in der Region. In den vergangenen Jahren mussten im Durchschnitt rund 40 Prozent der Bevölkerung mit weniger als zwei US-Dollar am Tag auskommen. Arbeitslosigkeit ist weit verbreitet. Wenn sich das niedrige Wirtschaftswachstum fortsetzt und die Regierungen sich nicht stärker für die Bekämpfung der Armut einsetzen, besteht die Gefahr, dass viele lateinamerikanische Länder die Millenniumsziele zur Verringerung der Armut verfehlen. Seit über 15 Jahren unterstützt CARE Deutschland-Luxemburg indianische Gemeinschaften im Andenhochland von Ecuador und Peru. CARE hilft ihnen dabei ihre soziale, wirtschaftliche, aber auch rechtliche Lage aus eigener Kraft zu verbessern. Zum Beispiel durch den Bau von Gemeinschaftshäusern, Schulen oder Gesundheitsstationen.
Mehr als vier Millionen Kinder und Jugendliche leben in den Slums von Buenos Aires. Viele von ihnen sind indianischer Herkunft. Sie trennt eine massive Sprach-und Kulturbarriere vom staatlichen Bildungssystem. Viele lernen deshalb weder lesen noch schreiben. CARE bereitet die Kinder sprachlich und inhaltlich auf die Schule vor. Damit sie eine Chance haben, ihr Ghetto jemals zu verlassen.
Die Gesellschaften Lateinamerikas sind demokratischer geworden. Doch die oft schwach ausgeprägte Gewaltenteilung, Defizite in der Rechtsstaatlichkeit sowie die in Lateinamerika verbreitete Korruption hemmen die demokratische Entwicklung. Die Regierungen können kaum Erfolg beim Abbau von Arbeitslosigkeit und Armut vorweisen. In den meisten Ländern sind die Rechte der indigenen Völker zwar inzwischen formal anerkannt, werden aber in der Praxis nicht ausreichend gewahrt. Um die Demokratie zu stärken, müssen sich Regierung, Parlament, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft verändern. Deshalb ist die Umsetzung von „guter Regierungsführung" ein zentraler Bestandteil der CARE-Hilfe in Lateinamerika.
Was CARE mit Ihrer Spende in Lateinamerika bewirkt (2008, pdf, 417 KB)