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Wer Hilfe braucht, der darf erwarten, dass sie professionell und vorausschauend ausgeführt wird. Und wer Geld für diese Hilfe gibt, der muss sich darauf verlassen können, dass es auf nachvollziehbaren Wegen eingesetzt wird. CARE gewährleistet diese Ansprüche durch eine differenzierte Qualitätssicherung.
Es gehört zu den Stärken von CARE, dass wir im ständigen Kontakt mit den CARE-Länderbüros in 69 Ländern stehen. Dort nämlich werden auf der Basis der Verhältnisse und Bedürfnisse vor Ort neue Projektideen entwickelt. Der Weg dorthin ist klar definiert: Zunächst recherchieren die CARE-Mitarbeiter die tieferen Ursachen der Probleme, schätzen dann die Risiken für das Projekt ein und identifizieren die notwendigen Entwicklungsprozesse. Erst dann wird ein Projektantrag formuliert und das Budget entworfen. Projektreferenten aus Deutschland überzeugen sich an Ort und Stelle von der Relevanz und von der Realisierbarkeit des Projektes. Über dessen Förderung entscheiden schließlich Geschäftsführung und Vorstand.
Die Qualitätsansprüche an ein CARE-Projekt sind hoch: Es muss unseren Zielen und Werten entsprechen, es soll Modellcharakter haben und muss in einen langfristigen Entwicklungsplan integriert sein. Bei der Umsetzung richten wir uns nach den internationalen Standards wie dem „Code of Conduct“ und den Sphere-Standards für Nothilfe (s.S. 18/19) sowie nach den Projektstandards der EU, des Auswärtigen Amtes und des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Die konkrete Projektumsetzung bis hin zu Berichtszeitraum und Projektauswertung wird durch einen detaillierten Umsetzungsvertrag zwischen CARE und dem jeweiligen Länderbüro geregelt. Die kontinuierliche Qualitätsprüfung teilen sich dann CARE und das Länderbüro. Dessen Finanzabteilung berichtet vierteljährlich über den Projektfortschritt und die eingesetzten Mittel nach Deutschland. Projekte von über 500.000 Euro werden zudem einmaljährlich von externen Wirtschaftsprüfern am Projektort geprüft. Das Bundesverwaltungsamt bestätigt die Rechtmäßigkeit der Ausgaben für all unsere Projekte.
Bei regelmäßigen Monitoring-Reisen überzeugen sich unsere Projektreferenten von der Wirksamkeit der CARE-Projekte. Sie können dadurch bei Bedarf zusätzliche Expertise beschaffen oder die Anpassung von Maßnahmen einleiten. Unabhängig von den CARE-internen Kontrollmechanismen werden unsere Projekte von den Zuwendungsgebern geprüft.
Die gründliche Dokumentation aller Projekte mit ihren Erfolgen, Chancen und Risiken bildet für CARE die Grundlage für die qualitative Weiterentwicklung des Projektdesigns. Dabei beschränken wir uns nicht auf den Projektlebenszyklus, sondern untersuchen auch die langfristigen Veränderungen nach Projektabschluss. Das übernimmt federführend für alle CARE-Mitgliedsorganisationen die internationale Abteilung „Program Impact, Knowledge and Learning“ bei CARE, die die nachhaltige Wirkung der CARE-Projekte erfasst und für die weitere Planung nutzbar macht. Sie bedient sich dafür unter anderem des CARE International Program Information Network (C-PIN), in das die Projektdaten aller Mitgliedsorganisationen eingepflegt werden. Dieser Pool, auf den alle CARE-Mitgliedsorganisationen zugreifen können, wird ergänzt durch Qualitätsstudien, die die langfristigen Ergebnisse der Projekte analysieren. So hat beispielsweise die Studie „CARE International Strategic Impact Inquiry on Women’s Empowerment“ zeigen können, welche Langzeitwirkungen CARE-Projekte auf die Veränderung der Lebensbedingungen von Frauen hatten. Wirkungsanalysen sind ein wichtiger Baustein unserer Qualitätssicherung, weil sie es uns ermöglichen, unsere Projekte kontinuierlich zu verbessern.

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