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Hilfe für ruandische Rückkehrer aus Tansania

Projektdaten

Landkarte von Ruanda.

Land/Region: Ruanda, Ostprovinz, Ndego/Distrikt Kayonza
Kurzbeschreibung: Humanitäre Hilfe für 1.000 aus Tansania vertriebene ruandische Flüchtlinge
Lokaler Partner: CARE Ruanda, Rotes Kreuz, Lokale Behörden
Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Laufzeit: 07/2007 – 03/2008

Mädchen im traditionellen Kleid.
Mutter und Kind in Ruanda. CARE/Guercia

Seit Mai 2006 klassifiziert die tansanische Regierung ehemalige Flüchtlinge und Immigranten aus Ruanda als illegale Einwanderer. Hierzu zählen Einwandererfamilien der 1920er, Revolutionsflüchtlinge von 1959, Völkermordflüchtlinge von 1994 sowie neue Einwanderer seit 2005. Innerhalb weniger Monate sollen zwischen 60.000 und 75.000 Menschen gewaltsam zum Verlassen des Landes gezwungen werden. Über 13.200 Menschen, vorrangig Frauen, Kinder und Ältere, wurden bereits vertrieben. Sie erreichten Ruanda völlig mittellos, haben dort keine Familienangehörigen mehr und sprechen meist noch nicht einmal die Landessprache.

Die provisorischen Auffanglager, die die ruandische Regierung in den Distrikten Kirehe und Kayonza errichtet hat, sind bereits völlig überfüllt. Es herrschen katastrophale Lebensbedingungen; Malaria und Durchfallerkrankungen sind weit verbreitet. Die Regierung will die Vertriebenen deshalb schnellstmöglich in speziellen Gebieten innerhalb der Ostprovinz ansiedeln.

Wie hilft CARE?

Im Gebiet Ndego unterstützt CARE 207 Familien, etwa 1.000 Menschen, bei der Neuansiedlung. Wie in allen von der Regierung ausgeschriebenen Neuansiedlungsgebieten in der Ostprovinz mangelt es auch in Ndego an Unterkünften, sanitären Anlagen, medizinischer Versorgung und Nahrungsmitteln für Kinder und Schwangere. CARE-Mitarbeiter kümmern sich um die Wasserversorgung der Familien, verteilen Waschschüsseln zum Wäschewaschen und Baden der Kleinkinder und helfen den Menschen bei der Errichtung von Kochstellen. Jede Familie soll zudem eine Latrine erhalten, für deren Erhalt und Säuberung sie selbst zuständig ist.

Da es sich bei 80 Prozent der Neuansiedler um Kinder und Frauen handelt, fehlt es in Ndego an Arbeitskräften. CARE-Mitarbeiter und lokale Handwerker übernehmen deshalb die erforderlichen Bauarbeiten. Die Frauen und Kinder helfen gemeinschaftlich bei der Säuberung des Geländes und den Vorarbeiten für die Errichtung der Unterkünfte und sanitären Anlagen. CARE-Mitarbeiter klären sie zudem über Hygiene, AIDS und wichtige Verhaltensregeln für die gemeinsame Siedlung auf.

Externer Link, öffnet in neuem Fenster Tagesschau-Thema Ruanda - zehn Jahre danach. Der verdrängte Völkermord - die Wurzeln und Folgen des Genozids von 1994

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