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Land/Region: Sudan/Süd Sudan, Unity State
Kurzbeschreibung: Wiederaufbau der Landwirtschaft und Verbesserung der medizinischen Grundversorgung für Rückkehrer
Finanziert durch: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Lokaler Partner: CARE Südsudan
Laufzeit: Juli 2009 – April 2011
Offiziell wurde der Konflikt zwischen der sudanesischen Zentralregierung und der südsudanesischen Unabhängigkeitsbewegung bereits vor vier Jahren beendet. Auch die Menschen im Unity State, Südsudan, hofften auf Frieden und stabilere Verhältnisse. Nach dem Bürgerkrieg kehrten deswegen viele Vertriebene aus dem benachbarten Ausland oder anderen Teilen des Sudans zurück in ihre Heimatdörfer. Doch die jahrelange Abwesenheit der Dorfbewohner hat ihre Spuren hinterlassen: Die örtliche Wirtschaft, der Gesundheitssektor, Bildungseinrichtungen und die Infrastruktur sind oftmals vollkommen zusammengebrochen.
CARE hilft fast 70.000 Rückkehrern dabei, ihre Lebenssituation zu verbessern. Vor allem Frauen, Jugendliche und ältere Menschen werden unterstützt. Wichtigstes Ziel ist es, die Landwirtschaft vor Ort wieder aufzubauen. So haben die Menschen nicht nur Arbeit, sondern können sich auch selbst mit den nötigsten Nahrungsmitteln versorgen und sind so nicht länger abhängig von Nahrungsmittelverteilungen durch internationale Organisationen. Agrarexperten von CARE verteilen Saatgut und Werkzeug, erklären neue Technologien und Anbaumethoden und helfen bei der Schädlingsbekämpfung. Es wird ein Trainingszentrum errichtet, dass für landwirtschaftliche Schulungen und Gesundheitsaufklärung genutzt wird. Außerdem steht es anderen Organisationen zur Durchführung von Schulungen zur Verfügung.
Die medizinische Grundversorgung im Süd Sudan ist lückenhaft. Die Mütter- und Säuglingssterblichkeit ist extrem hoch. Durch den Bau von zwei Gesundheitszentren und die Ausbildung von Gesundheitsmitarbeitern und Geburtshelferinnen schafft das Projekt hier Abhilfe. Neben der Basisgesundheitsversorgung und Impfkampagnen leisten die Gesundheitszentren einen Beitrag zur Verbesserung der allgemeinen Hygienebedingungen und führen Aufklärungsarbeit über HIV/AIDS durch.

Charlotte Look
look[at]care.de
29.04.2011.
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