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Nahrung und Wasser für Flüchtlinge in Tschad

Projektdaten

Landkarte vom Tschad.

Land/Region: Tschad/südliche Grenzregion zur Zentralafrikanischen Republik
Projektname: Humanitäre Hilfe für Flüchtlinge aus der  Zentralafrikanischen Republik im Süd-Tschad
Lokale Partner: CARE Tschad

Laufzeit: 04/2007 - 11/2007

Warum hilft CARE?

Familien in einem LKW.
Flüchtlinge aus der ZAR auf dem Weg in den Tschad. Foto: CARE/Sharon Blumenthal

Die Zentralafrikanische Republik (ZAR), eines der ärmsten Länder der Welt, ist in den letzten Jahren immer wieder von Putschversuchen und Aufständen erschüttert worden. Im Norden der Republik im Herzen Afrikas ist die Situation besonders dramatisch: Rebellenfraktionen und Banditengruppen liefern sich schwere Kämpfe mit der Regierung und plündern auf ihren Streifzügen die Dörfer und Gemeinden. Einige von ihnen sind Anhänger des früheren Präsidenten Patassé, weitere haben sich aus ehemaligen Unterstützern des amtierenden Präsidenten Bozizé formiert, die nun ihrerseits um die Kontrolle des Nordens kämpfen. Im März 2003 hatte Bozizé den Regierungschef aus dem Amt geputscht, im Mai 2005 haben Wahlen ihn in seinem Amt bestätigt. Seitdem haben die Aufstände an Intensität zugenommen.

Immer mehr Zivilisten geraten dabei zwischen die Fronten der unterschiedlichen Fraktionen. Als einzigen Ausweg sehen viele Dorfbewohner nur die Flucht in den benachbarten Tschad. Rund 30.000 leben bereits seit 2003 in den Flüchtlingslagern im Süden des Tschads, knapp 13.000 sind in den vergangenen Monaten noch dazu gekommen. Ihr Gesundheitszustand ist Besorgnis erregend: Unter schwierigen Bedingungen wie bewaffneten Straßensperrungen und starkem Regen mussten die Menschen wochenlang in den Wäldern an der Grenze ausharren. Ihnen blieben nur Nüsse und wilde Früchte zur Ernährung.

Das Flüchtlingslager in Amboko bei Gore kann schon längst keine Flüchtlinge mehr aufnehmen, alle Plätze sind überfüllt. Die Mitarbeiter sind überfordert, Hilfsmittel nicht ausreichend und die Wasser- und Hygieneversorgung überlastet. Doch Schätzungen des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) zufolge warten noch mehr als 3.000 Menschen in den Wäldern der Grenzregion auf einen Übertritt in die rettenden Camps.

Wie hilft CARE?

CARE Deutschland-Luxemburg hat im Dezember 2005 in Gondje ein neues Flüchtlingscamp errichtet, in dem derzeit 2.600 Menschen aus der ZAR leben. In den nächsten Wochen kommen Flüchtlinge des Lagers in Amboko dazu sowie Auswanderer, die in den Grenzhainen warten. Insgesamt kann das Lager bis zu 15.000 Menschen aufnehmen.Damit eine ausreichende Wasser- und Hygieneversorgung gewährleistet ist, reinigt CARE die Wasserkanister mit Chlor, so dass die Bewohner gefahrlos daraus trinken können, klärt sie durch Schulungen über richtige Hygiene auf, baut Latrinen und verteilt Wasserkanister. Weiterhin bekommt jede Familie Eimer, Seife, Moskitonetze und Mückenschutzmittel. Jedem Flüchtling stehen laut dem Welternährungsprogramm unabhängig vom Alter 2.100 Kalorien pro Tag zu. Einmal im Monat verteilt CARE demzufolge Nahrungsmittelpakete an die Familien.

Pro Person und Tag enthalten sie:

5     Gramm Salz
15   Gramm Speiseöl
410 Gramm Hirse
75   Gramm Mehl
50   Gramm Maismehl
50   Gramm Bohnen

Ein Überlebenspaket kostet 30 Euro – 30 Euro können somit die Ernährung eines Menschen im Flüchtlingslager Gondje einen Monat lang sichern.Weiterhin versorgt CARE die Bewohner des Lagers als auch die Einwohner umliegender Dörfer mit ausreichend Wasser: Mehrere Bohrlöcher mit dazugehörigen Pumpen sowie neue Brunnen in den Dörfern liefern Trinkwasser und verhindern somit den Ausbruch von Krankheiten und Seuchen.

 Projektreport von Sharon Blumenthal: "Auch Flüchtlinge haben das Recht auf ein Leben in Würde"

Die Flüchtlinge aus der Zentralafrikanischen Republik sind dringend auf humanitäre Unterstützung angewiesen. Bitte helfen Sie mit einer  Spende!

 Projektreport von Sharon Blumenthal: "Auch Flüchtlinge haben das Recht auf ein Leben in Würde"

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