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Wasserversorgung für Vertriebene aus der Zentralafrikanischen Republik

Projektdaten


Land/Region: Südtschad/Logone Oriental Region
Kurzbeschreibung:
Verbesserung der Wasserversorgung und der Hygienebedingungen für Flüchtlinge aus der Zentralafrikanischen Republik sowie der lokalen Bevölkerung im Südtschad
Lokaler Partner: UNHCR, CARE Tschad
Finanzierung: Auswärtiges Amt, CARE DL
Laufzeit: März 2008 bis September 2008

Ein Mädchen auf dem Weg zum Brunnen. Foto:CARE/M.Wohlfeil

2003 zwang ein Militärputsch über 30.000 Menschen aus der Zentral Afrikanischen Republik (ZAR) zur Flucht aus ihrem eigenen Land. Sie flohen über die nördliche Grenze in das Nachbarland Tschad, wo sie seitdem in Flüchtlingslagern leben. Als es zwischen Januar und März 2008 erneut zu Spannungen zwischen verschiedenen Ethnien kam, flohen mehr als 10.000 Menschen aus dem Norden des Landes aus der ZAR in den Süd-Tschad. Laut UN-Flüchtlingswerk stieg die Zahl der Vertriebenen allein um 50.000 Menschen an.

 

Wie hilft CARE?

Um die große Anzahl von Flüchtlingen im Süd-Tschad aufnehmen zu können, gründete das UN-Flüchtlingshilfwerk (UNHCR) im Mai 2008 ein neues Lager in Moula. Dort wurden die neu ankommenden Familien zunächst registriert. CARE koordiniert in der Region derzeit drei Flüchtlingslager. Gemeinsam mit dem UNHCR werden die Flüchtlingsfamilien in Moula mit Allem zum Leben Notwendigem versorgt. Neben der Verteilung von Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Hilfsgütern wie Kanistern und Hygieneartikeln, wird auch die Infrastruktur des Camps aufgebaut. Insgesamt werden im Rahmen des Projekts 22 Brunnen gebohrt und mehrere Handpumpen errichtet, um die Trinkwasserversorgung zu gewährleisten. Sanitäre Einrichtungen wie Latrinen und Waschvorrichtungen werden gebaut, um den Ausbruch von Krankheiten vorzubeugen. Damit die Anlagen nachhaltig instand gehalten werden, gründet CARE Wasserkomitees und bildet Mechaniker aus. Sie übernehmen die Wartung der Einrichtungen, führen Reparaturen durch und klären die Flüchtlinge über Hygienemaßnahmen auf. Damit es nicht zu Spannungen mit der lokalen Bevölkerung um die immer knapper werdenden Ressourcen kommt, baut CARE auch in den benachbarten Dörfern Brunnen und bezieht die Dorfbewohner in die Hilfsmaßnahmen ein.

 

Projektreport von Sharon Blumenthal: "Auch Flüchtlinge haben das Recht auf ein Leben in Würde"

Videos aus Tschad, August 2007

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Bild von Axel Rottländer.

Charlotte Look
look[at]care.de

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