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Der Tsunami hat die Heimat und die Lebensgrundlagen vieler Einwohner Sri Lankas vernichtet. Den Mut und die Zuversicht der Sri Lankesen konnte er jedoch nicht zerstören.
Es ist nicht der erste Neuanfang für Arumugam Thavanesan. Bereits drei Mal floh der 40-jährige Fischer mit seiner Frau und seiner Tochter vor den Bürgerkriegsunruhen im Norden Sri Lankas. Drei Mal hoffte er darauf, sich niederzulassen und für seine kleine Familie eine neue Existenz aufzubauen. Doch diesmal waren es nicht wütende Unabhängigkeitskämpfer, die Thavanesans Familie bedrohten. Es war der Tsunami, der am 26. Dezember 2004 seine Holzhütte am Strand binnen Sekunden verschlang. Ihm blieb nichts übrig von dem, was er sich zuvor vom Einkommen durch den Fischfang errichtet hatte. Doch seine Familie lebt. Zwar sind sie nun mittellos, doch Thavanesan, seine Frau und seine Tochter haben die zerstörerische Kraft der Flutwelle überstanden.
Thavanesan und seine Familie leben nun in einem Notlager in der Provinz Mullaitivu. In den ersten Tagen nach der Naturkatastrophe, in denen noch kaum jemand das Ausmaß des Tsunami begreifen und erfassen konnte, verteilte CARE International Deutschland bereits so genannte Emergency-Kits im Lager: Durchsichtige Plastikboxen gefüllt mit Decken, Hygieneartikeln, Lebensmitteln, Medikamenten. Notwendige Dinge, die man in den ersten Stunden nach der Flutwelle brauchte. In der Zwischenzeit hat CARE Waschgelegenheiten und Toiletten errichtet, die die speziellen Hygieneanforderungen einer muslimischen Gesellschaft berücksichtigen.
Nicht wenige Ideen Thavanesans und seiner Freunde fließen in die langfristige Planung der CARE-Projekte ein, um die betroffenen Regionen nachhaltig wieder aufzubauen. Neben Wohnhäusern wird die technische und soziale Infrastruktur neu errichtet, werden Wasserversorgungs- und Gesundheitssysteme repariert sowie Schulen und Kindergärten instand gesetzt.
Seit einigen Wochen fährt Thavanesan wieder morgens aufs Meer hinaus zum Fischen. Mit dem neuen Boot, das er von CARE International Deutschland bekommen hat, kann er endlich wieder seinem Beruf nachgehen, selbst ein Einkommen generieren und die Zukunft für sich und seine Familie in die Hand nehmen. Denn auch, wenn der Tsunami seine Heimat zerstört hat, seine Zuversicht und sein Mut sind ungebrochen.
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