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Tsunami: Humanitäre Hilfe für 100.000 Überlebende

Ein Kind schüttet sich Wasser über den Kopf. Ein anderes Kind pumpt Wasser aus einer Pumpe.
Endlich gibt es wieder sauberes Wasser.

Als der Tsunami auf die Südostküste Indiens prallte, tötete er mehr als 10.000 Menschen – und wirkte sich verheerend auf die Leben von mindestens 2,5 Millionen Einwohnern aus. Mit mehr als 50 Jahren Erfahrung in Indien leistete CARE in den Bundesstaaten Andhra Pradesh und Tamil Nadu sowie auf den Inselketten der Andamanen und Nikobaren humanitäre Unterstützung für annähernd 100.000 Überlebende.

CARE verbesserte die Trinkwasserversorgung und hygienische Situation für etwa 20.000 Familien: Verschmutzte Brunnen wurden entsalzt, Toiletten und Duschen gebaut oder repariert, neue Pumpen und Wassersysteme installiert und Gemeindekomitees gegründet, die diese Anlagen inzwischen eigenverantwortlich betreuen. Diese Maßnahmen halfen, die Ausbreitung von Seuchen und Krankheiten nach dem Desaster im Indischen Ozean zu vermeiden.

Neue Häuser, Schulen und Kliniken

Kinder sitzen in ihrem neuen Klassenraum.
Kinder in einer neuen Schule in Bhuj

Gemeinsam mit den vom Tsunami betroffenen Gemeinden errichtete CARE mehr als 500 Notunterkünfte zur vorübergehenden Unterbringung obdachloser Familien. Der Bau von 2.000 dauerhaften, stabil gebauten Heimen und begleitender Infrastruktur, wie Stromversorgung, Kliniken, Schulen und Gemeindezentren, hat begonnen.

CARE versetzte Überlebende außerdem in die Lage, wieder ein eigenes, bescheidenes Einkommen zu erwirtschaften – berücksichtigt wurden dabei vor allem sozial und ökonomisch benachteiligte Gruppen, zum Beispiel von Frauen geführte Haushalte oder Familien aus niederen Kasten, die im gesellschaftlichen System Indiens besonders benachteiligt sind.

1.200 Traumaberater geschult

Kinder sitzen im Kreis.
Psycho-soziale Kurse helfen den Menschen, ihr Trauma zu bewältigen. Foto: CARE/Sarah Bones

Wirksame Programme zum Wiederaufbau nach Katastrophen umfassen jedoch weit mehr als neue Häuser oder Arbeitsplätze. CARE ging deshalb eine einzigartige Partnerschaft mit dem indischen Nationalinstitut für psychische Gesundheit und neurologische Wissenschaften ein. Gemeinsam führten wir ein breit angelegtes Schulungsprogramm durch, das 1.200 Teilnehmer – darunter Lehrer, dörfliche Gesundheitshelfer und andere Gemeindemitglieder – in die Lage versetzte, traumatisierte Opfer des Tsunami beratend bei der Bewältigung ihrer schrecklichen Erlebnisse zu begleiten.

Andere Komponenten des integrierten Hilfsansatzes von CARE schlossen auch Projekte zur Renaturierung der zerstörten Umwelt sowie zum Aufbau eigener, lokaler Kapazitäten im Katastrophenschutz und -management ein.

Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung, ohne die diese umfassende Hilfe nicht möglich wäre!
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Stchwort: Wiederaufbau Südasien

Projektbetreuung

Axel Rottländer
Projektreferent Nothilfe & Wiederaufbau Flut Südasien (Tsunami)

Tel. +49 (0)228 97563-47
Fax +49 (0)228 97563-51

rottlaender[at]care.de
 

Ein Jahr nach dem Tsunami – erinnern, reflektieren, engagieren

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