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Tsunami: Soforthilfe und Microkredite

Eine Frau sitz vor einem Zelt in einem Zeltlager.
Eine alte Frau hat Zuflucht in diesem Zeltlager gefunden - 130 Kilometer nördlich der Ferieninsel Phuket. Foto: Reuters/Sukree Sukplang, alertnet.org

Die meisten Menschen rund um den Globus sahen die ersten schockierenden Bilder vom Wüten des Tsunami in Berichten aus Thailand. Die tödlichen Wellen brachen sich dort an der Westküste, einem von vielen Touristen besuchten Landstrich. Als das Wasser sich zurückzog, hinterließ es mehr als 5.000 Tote. 35.000 Thailänder in den Provinzen Phang Nga, Krabie und Ranong hatten Angehörige, Freunde, ihr Zuhause, Hab und Gut verloren.

Fast 500 Gemeinden im südlichen Thailand wurden von den Folgen des Seebebens schwer in Mitleidenschaft gezogen. Das Wasser riss viele Küstenbewohner ins Meer – und mit ihnen oft die einzigen Mittel, die eine Familie braucht, um den eigenen Lebensunterhalt am Rande des Existenzminimums zu bestreiten. Zehntausende Arbeitsplätze in der Fischerei und im Tourismus gingen schlagartig verloren.

CARE half 14.800 Menschen in Thailand: Verwundete und kranke Überlebende der Naturkatastrophe wurden mit dringend benötigten Medikamenten versorgt, 2.400 Not Leidende erhielten zusätzlich Erste-Hilfe-Kits, Nahrung und Trinkwasser. Bei der Soforthilfe, der Konstruktion von Unterkünften und dem Wiederaufbau traditioneller Häuser konzentrierte sich CARE vor allem auf Frauen und Kinder, benachteiligte Wanderarbeiter und indigene Minderheiten wie die Moken.

Mikrokredite als Starthilfen – bewährtes Instrument der Armutsbekämpfung

Ein Mädchen vor dem Meer in Thailand.
Die Fischer in Thailand fahren wieder mit reparierten Booten und neuer Ausrüstung aufs Meer hinaus. Foto: CARE/Josh Estey

In 50 Dörfern rief CARE Mikrokredit-Programme ins Leben, die von den Dorfgemeinschaften selbst verwaltet werden. Die Kleindarlehen statteten rund 2.300 arme Familien mit den nötigen Starthilfen aus, um sich wieder ein eigenes Einkommen als Fischer, Fischzüchter, Kleinhändler und Bauer zu erwirtschaften. Die in der Armutsbekämpfung bewährten Hilfsfonds fördern ein breites Spektrum kleingewerblicher Einkommensmöglichkeiten. Überlebende, die vor dem Tsunami im Fischfang tätig waren, machten den Großteil der Projektteilnehmer aus – die meisten nutzten ihre Kleinkredite in Höhe von 500 bis 1.800 Dollar, um zerschmetterte Boote zu reparieren und Ausrüstung zu ersetzen, die verloren ging oder beschädigt wurde. Das Programm soll 2006 auf 130 Dörfer ausgeweitet werden.

Zu den langfristigen Projekten von CARE gehört auch die Unterstützung von Gemeinden, die das vom Tsunami zerstörte Ökosystem der Mangrovenwälder renaturieren wollen. Sie dienen als wichtiger Lebensraum für Meerestiere und bilden einen natürlichen Schutz gegen Fluten.

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Stchwort: Wiederaufbau Südasien

Projektbetreuung

Bild von Axel Rottländer.

Axel Rottländer
Projektreferent Nothilfe & Wiederaufbau Flut Südasien (Tsunami)

Tel. +49 (0)228 97563-47
Fax +49 (0)228 97563-51

rottlaender[at]care.de
 

Ein Jahr nach dem Tsunami – erinnern, reflektieren, engagieren

Die Arbeit von CARE in Zahlen

Aktion Deutschland Hilft: Schnelle und koordinierte Nothilfe

Safe Water Systems: Einfache und effektive Wasseraufbereitung

Grundsätze unserer Arbeit nach dem Tsunami

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