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Qualität: Von der Idee zum Projekt

CARE-Mitarbeiter informieren über die Abläufe bei der Nahrungsmittelverteilung im weltweit größten Flüchtlingslager Dadaab in Kenia. (Foto: CARE/Evelyn Hockstein)

Wer Hilfe braucht, der darf erwarten, dass sie professionell und vorausschauend ausgeführt wird. Und wer Geld für diese Hilfe gibt, der muss sich darauf verlassen können, dass es auf nachvollziehbaren Wegen eingesetzt wird. CARE gewährleistet diese Ansprüche durch eine differenzierte Qualitätssicherung.

CARE ist Teil eines globalen Netzwerkes, mit über 70 Länderbüros. In ständigem Austausch mit den CARE-Mitgliedern wie CARE Deutschland-Luxemburg entstehen hier die Ideen für die Projekte. Es sind unsere lokalen Mitarbeiter, die am besten wissen, was vor Ort gebraucht wird. Sie sprechen die lokale Sprache, kennen die Kultur und Religion des jeweiligen Landes.

Erst, wenn alle Herausforderungen und Risiken abgewogen und ein klarer Weg zum Ziel gezeichnet wurde, wird ein Projektantrag formuliert und das Budget entworfen. Projektreferenten wie etwa Axel Rottländer oder Felix Wolff aus Deutschland unterstützen die Kollegen, überzeugen sich an Ort und Stelle von der Relevanz und von der Realisierbarkeit des Projektes. Über dessen Förderung entscheidet schließlich der Vorstand.

Internationale Standards

Die Qualitätsansprüche an ein CARE-Projekt sind hoch: Es muss unseren Zielen und Werten entsprechen, es soll Modellcharakter haben und muss in einen langfristigen Entwicklungsplan integriert sein. Bei der Umsetzung richten wir uns nach den internationalen Standards wie dem „Code of Conduct“ und den Sphere-Standards für Nothilfe sowie nach den Projektstandards der Europäischen Union (EU), des Auswärtigen Amtes (AA) und des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

 

Die CARE-Kollegen in den Projektländern wissen am besten, was vor Ort benötigt wird. Zusammen mit den Referenten aus Deutschland prüfen sie kontinuierlich die Qualität der Projekte. (Foto: CARE/Eva Maas)

 

Wie das Projekt konkret umgesetzt wird, in welcher Zeit und wie es ausgewertet wird, wird alles vertraglich zwischen CARE und dem jeweiligen Länderbüro geregelt. Die kontinuierliche Qualitätsprüfung teilen sich CARE und das Länderbüro. Die Finanzabteilung des jeweiligen Länderbüros berichtet vierteljährlich nach Deutschland, wie das Projekt fortschreitet und wie viel Geld eingesetzt wird. Projekte von über 500.000 Euro werden außerdem einmal im Jahr von externen Wirtschaftsprüfern vor Ort geprüft. Das Bundesverwaltungsamt bestätigt die Rechtmäßigkeit der Ausgaben für alle Projekte von CARE.

Kontinuierliche Prüfung

Bei regelmäßigen „Monitoring-Reisen“ überzeugen sich unsere Projektreferenten von der Wirksamkeit der CARE-Projekte. Manchmal fordern sie hierfür auch externe Expertise an oder passen Maßnahmen an Veränderungen an. Natürlich prüfen auch die Zuwendungsgeber von CARE die Projekte.

Die gründliche Dokumentation aller Projekte mit ihren Erfolgen, Chancen und Risiken bildet für CARE die Grundlage für die qualitative Weiterentwicklung aller Projekte. Dabei ist auch wichtig, von Fehlern oder Erfolgen für zukünftige Projekte zu lernen. Das übernimmt federführend für alle CARE-Mitgliedsorganisationen die internationale Abteilung „Program Impact, Knowledge and Learning“ bei CARE, die die nachhaltige Wirkung der CARE-Projekte erfasst und für die weitere Planung nutzbar macht. Sie bedient sich dafür unter anderem des CARE International Program Information Network (C-PIN), in das die Projektdaten aller Mitgliedsorganisationen eingepflegt werden. Dieser Pool, auf den alle CARE-Mitgliedsorganisationen zugreifen können, wird ergänzt durch Qualitätsstudien, die die langfristigen Ergebnisse der Projekte analysieren. So hat beispielsweise die Studie "CARE International Strategic Inquiry on Women's Empowerment" zeigen können, welche Langzeitwirkungen CARE-Projekte auf die Veränderung der Lebensbedingungen von Frauen hatten. Wirkungsanalysen sind ein wichtiger Baustein unserer Qualitätssicherung, weil sie es uns ermöglichen, unsere Projekte kontinuierlich zu verbessern.

Schwerpunkte

Vor allem in der Nothilfe muss CARE in seiner Hilfe Schwerpunkte setzen. Jedes Jahr geschehen zahlreiche Naturkatastrophen und auch zahlreiche Konflikte verursachen humanitäre Krisen. CARE kann nicht überall sein. Umso wichtiger ist es, Kriterien zu haben, nach denen im Fall einer Katastrophe schnell entschieden werden kann:

  • Das Ausmaß der Krise übersteigt die Selbsthilfekräfte vor Ort
  • Damit öffentliche Fördergelder bereitgestellt werden können, muss der betroffene Staat ein offizielles Hilfeersuchen aussprechen
  • CARE hat ausreichend personelle und materielle Kapazitäten und Ressourcen
  • CARE kennt die Region und kann die Hilfskräfte vor Ort sinnvoll unterstützen
  • Dem „Do no Harm“ Prinzip wird Rechnung getragen.
 
 

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