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Afghanistan: Angriff in Kabul

Untersuchungen zu bewaffnetem Angriff nahe des CARE International Büros in Kabul dauern an.

Genf/Bonn, 07. September 2016. In der Nacht auf Dienstag, den 5. September, startete eine bewaffnete Gruppe einen Angriff vor dem Eingangstor des Büros von CARE International in Kabul. Der Vorfall dauerte bis in den frühen Dienstagmorgen an und es kam zu Schäden in den Räumlichkeiten der Hilfsorganisation. CARE ist im Moment mit der Untersuchung des Vorfalls beschäftigt. Es ist zu diesem Zeitpunkt unklar, wer das direkte Ziel des Angriffs war.

„Zuallererst sind wir froh, dass all unsere Mitarbeiter in Kabul in Sicherheit sind. Sie werden derzeit noch versorgt und erhalten medizinische und psychologische Hilfe, wo es nötig ist,” erklärt Wolfang Jamann, Generalsekretär von CARE International.“ Der Vorfall bringt einmal mehr die Gewalt zum Vorschein,  die viele afghanische Familien tagtäglich erleben müssen. Das humanitäre Leid der Menschen ist immens.”

Laut UN sind in 2016 allein in der ersten Jahreshälfte 5.100 Zivilisten im anhaltenden Konflikt getötet oder schwer verletzt worden. Über acht Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe: Sie leiden unter Mangelernährung, ungenügender medizinischer Versorgung und Vertreibungen. Der Großteil der betroffenen Menschen sind Frauen und Kinder.

„Das Umfeld, in dem humanitäre Hilfe geleistet wird, ist in den letzten Jahren wesentlich gefährlicher geworden, besonders in umkämpften Gebieten. Trotzdem sind wir entschlossen, die wichtige Arbeit, die wir in Afghanistan leisten, schnellstmöglich weiterzuführen. Fest steht aber: Wir können uns glücklich schätzen, dass niemand aus unserem Team schwer verletzt wurde oder sogar Schlimmeres passiert ist. CARE betont weiterhin, wie wichtig die strikte Trennung zwischen militärischen Handlungen und humanitärer Hilfe für die notleidende Bevölkerung und die Hilfe von Organisationen wie CARE ist,“ sagt Jamann.

CARE ist eine unabhängige und unparteiische Organisation, die sich seit über 50 Jahren für die ärmsten Gemeinden in Afghanistan einsetzt und diese mit Bildungsprogrammen, Nothilfe nach Naturkatastrophen, und dem Aufbau von Existenzgrundlagen unterstützt.

Für Rückfragen steht Ihnen die Pressestelle gern zur Verfügung: 

Johanna Mitscherlich
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Ninja Taprogge
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