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Bangladesch: Meine Flucht aus Myanmar

Ihren Mann musste sie verwundet zurücklassen, alleine mit vier Kindern fliehen. Ayesha ist jetzt in Sicherheit, aber zu einem hohen Preis.

„Dein Mann wird vor deinen Augen angeschossen. Aber du nimmst die Kinder und rennst weiter. Du läufst um dein Leben und das bedeutet, dass du deinen Mann zurücklassen musst, der blutend am Boden liegt.“

Das hat Ayesha (22) erlebt. Wie hunderttausende andere Menschen musste sie vor Gewalt in ihrer Heimat Myanmar fliehen. Sie sitzt mit ihren vier Kindern in einer Notunterkunft in Balukhali im Süden von Bangladesch, kurz hinter der Grenze. In dem provisorisch errichteten Flüchtlingscamp leben nun tausende Menschen, für die es nicht genug Nahrung und Unterkünfte gibt. Es fehlt auch an medizinischer Versorgung. Wie Ayesha sind die meisten Geflüchteten verängstigt, hungrig und erschöpft. Viele sind am Ende ihrer Kräfte.

Sicherheit zu einem hohen Preis

Seit im Norden Myanmars Gewalt ausgebrochen ist, sind in den vergangenen drei Wochen mehr als 400.000 Menschen aus dem Land geflüchtet. Die meisten sind Frauen mit kleinen Kindern und Babys – wie Ayesha. Ob ihr Mann noch am Leben ist, weiß sie nicht. Das letzte Mal, als sie ihn gesehen hat, war er wegen der Schussverletzung zusammengebrochen. Und sie musste weiter laufen, um wenigstens die Kinder zu retten.

Ayeshas jüngstes Kind muss gestillt werden. Und auch ihre anderen Kinder sind noch klein. Ayesha fehlt die Zeit und die Kraft, um sich stundenlang für Essen und Wasser anzustellen. Zum Glück sind auch ihre Eltern da. Sie teilen das Wenige, das sie bekommen können.

„Wir brauchen Nahrung… und Wasser. Wir brauchen Kleidung. Wir haben kein Geld, um etwas zu kaufen“, sagt Ayesha.    

Lebenswichtige Unterstützung benötigt

Die Lage der Geflüchteten ist verzweifelt. Der anhaltende Regen verschlimmert sie weiter. In der Grenzregion zwischen Myanmar und Bangladesch schlafen tausende Familien in Feldern und auf unwegsamem Gelände, das steil und mit Schlamm bedeckt ist.

„Sie kommen nach Bangladesch mit nichts außer der Kleidung am Leib und haben meist tagelange Fußmärsche hinter sich“, sagt Zia Choudhury, CARE-Länderdirektor in Bangladesch. „Sie können nirgendwo anders hin. Die Menschen, die geflohen sind, brauchen dringend sauberes Wasser, Essen, medizinische Versorgung und einen sicheren Schlafplatz.

Die Hilfe ist angelaufen, aber mehr Unterstützung ist dringend nötig! Teams von CARE sind in Cox’s Bazar rund um die Uhr im Einsatz und verteilen CARE-Pakete mit Essen an mehr als 3.500 Menschen. Doch das Ausmaß der Krise ist riesig. Bitte spenden Sie für die Nothilfe von CARE!

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