CARE zum Ende der Klimaverhandlungen in Bonn

„Der Klimawandel nimmt keine Rücksicht auf langsame Regierungsverhandlungen“

Bonn, 10. Mai 2018. Heute gingen in Bonn zehntägige Regierungsverhandlungen zur weiteren Umsetzung des Pariser Klimaabkommens zu Ende. Im Mittelpunkt standen dabei unter anderem die Ausgestaltung des Paris-Regelbuchs und der Austausch unter den Vertragsstaaten zu Möglichkeiten, den Klimaschutz auszuweiten. Nach aktuellen Berechnungen bleiben die weltweit umgesetzten Maßnahmen jedoch noch weit hinter den Zielen des Paris-Abkommens zurück.

Aufgrund des begrenzten Verhandlungsfortschritts einigten sich die Länder zudem auf eine weitere fokussierte Verhandlungssitzung im September in Bangkok, um den jährlichen großen Weltklimagipfel (COP24) im Dezember in Polen zu einem Erfolg führen zu können.

Zum Abschluss der Bonner Verhandlungen erklärt CARE-Klimaexperte Sven Harmeling:

"Die Auswirkungen des Klimawandels warten nicht auf langsame Regierungsverhandlungen. Trotz einiger technischer Fortschritte in Bonn bei den Verhandlungen zum Regelbuch für das Paris-Abkommen ist klar: Ohne stärkeres politisches Engagement wird es schwer beim nächsten Weltklimagipfel in Katowice, Polen das Regelbuch zum Pariser Klimaabkommen als wichtigen Meilenstein zu verabschieden.“

„Länder mit hohen CO2-Emissionen, wie Deutschland und die EU, müssen dringend zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um das anhaltende Wachstum der Emissionen umzukehren und die 1,5-Grad-Grenze des Übereinkommens von Paris einzuhalten. Nur so, und mit einem dringend notwendigen weiteren Anstieg der finanziellen Mittel für Klimaschutz und Klimaanpassung für den globalen Süden, lassen sich die negativen Folgen für Mensch und Natur noch deutlich begrenzen.“

CARE ruft zu Spenden für den Einsatz gegen Klimawandel auf:
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