Eine weiße CARE-Flagge vor grauem Himmel.

Jemen: Flughafen Sana'a wieder für Krankentransporte geöffnet

CARE begrüßt diese für die Zivilbevölkerung lebensrettende Entscheidung

Sana’a/Berlin, 27. November 2019. Nach mehr als dreijähriger Sperre ist der internationale Flughafen Sana'a wieder für Krankentransporte geöffnet. Erst im August berichtete CARE von bis zu 32.000 Menschen, die wegen der Schließung des Flughafens an ihren Erkrankungen oder Verletzungen starben, weil sie für medizinische Behandlungen nicht ausreisen konnten.

„Es ist ein sehr positives Signal, dass die Konfliktparteien das Wohl der Menschen im Jemen ernst nehmen“, erklärt Jennifer Bose Ratka, CARE-Nothelferin, die zuletzt im Sommer den Jemen besuchte. Die Öffnung des Flughafens für Patienten sei zwar ein wichtiger erster Schritt, aber die von Saudi-Arabien geführte Koalition muss noch einen Schritt weitergehen und es ermöglichen, dass kommerzielle und humanitäre Güter eingeflogen werden können und Menschen, auch wenn sie nicht krank sind, ausreisen dürfen.

„Wie die Vereinten Nationen und internationale Organisationen wiederholt gewarnt haben, gibt es keine militärische Lösung für den fast fünf Jahre währenden Konflikt im Jemen“, sagt Bose. „Nur eine wirklich umfassende politische Lösung wird zu Frieden und einem Ende des Leidens von Millionen von Männern, Frauen und Kindern führen.“


Die humanitäre Lage im Jemen:

• 24,1 Millionen Menschen im Jemen benötigen humanitäre Hilfe
• Über 3,6 Millionen Menschen wurden seit Beginn des Konflikts vertrieben
• Nur 51 Prozent der Gesundheitseinrichtungen sind voll funktionsfähig und ungefähr 20 Millionen Menschen haben nicht ausreichend zu essen. Zehn Millionen von ihnen sind von einer Hungersnot bedroht
 

So hilft CARE im Jemen:
Jeden Monat versorgt CARE 1,5 Millionen Menschen mit Lebensmitteln, Bargeldhilfen, Wasser und sanitären Einrichtungen. Neben diesen Sofortmaßnahmen sorgt CARE für nachhaltige Einkommensmöglichkeiten, Infrastruktur sowie eine Verbesserung der reproduktiven Gesundheit. CARE arbeitet seit 1992 im Jemen.

Für die Hilfe im Jemen ist CARE auf Spenden angewiesen:
IBAN: DE93 3705 0198 0000 0440 40
BIC: COLSDE33
www.care.de/online-spenden

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