CARE zur Situation von Flüchtlingen in Bangladesch: „Mit der Regenzeit drohen Schlammlawinen“

Gefahr durch mögliche Erdrutsche nach Rodungen / CARE-Pakete mit Baumaterial stabilisieren die Notunterkünfte

Dhaka/Bonn, 31. Januar 2018. Anlässlich der bevorstehenden Regenzeit in Bangladesch warnt die internationale Hilfsorganisation CARE vor dramatischen Wochen für Flüchtlinge aus Myanmar. Durch den Monsun verursachte Überschwemmungen und Erdrutsche könnten die Situation von fast 900.000 Menschen, die in den Flüchtlingscamps der Region Cox’s Bazar leben, dramatisch verschlechtern.
 
„Es ist ein Wettrennen gegen die Zeit. Wir versuchen so viele Unterkünfte wie möglich zu stabilisieren, damit sie dem Regen standhalten. Hunderte oder sogar tausende von Menschen könnten ihr Dach über dem Kopf verlieren, denn viele Unterkünfte sind der Regenzeit kaum gewachsen“, berichtet CARE-Nothelferin Jennifer Bose, die sich zurzeit in Cox’s Bazar befindet.

Für den Bau der Flüchtlingscamps im Südosten von Bangladesch wurde vor über fünf Monaten Regenwald gerodet. „Der Erdboden wird nun mögliche Wassermassen kaum mehr aufnehmen können und ist extrem anfällig für Erdrutsche. Es besteht die Gefahr, dass tausende Menschen in kurzer Zeit unter Schlammlawinen begraben werden“, so Bose.

Seit dem Höhepunkt der Fluchtbewegungen aus Myanmar im August 2017 hat CARE bereits rund 50.000 Menschen mit Notunterkünften unterstützt. CARE verteilt Zeltplanen, Bambusrohre und trainiert Flüchtlinge darin, ihre Unterkünfte zu stabilisieren und auf die bevorstehende Regenzeit vorzubereiten. Insgesamt half CARE bisher fast 200.000 Flüchtlingen mit Notunterkünften, medizinischer Betreuung und weiteren Hilfsmaßnahmen.

Um die Nothilfe auszuweiten, benötigt CARE dringend Spenden:

IBAN: DE93 3705 0198 0000 0440 40
BIC: COLSDE33
Stichwort: Bangladesch Hilfe
www.care.de/spenden

ACHTUNG REDAKTIONEN: Die deutschsprachige CARE-Nothelferin Jennifer Bose ist aktuell in Bangladesch und steht für Interviews und Einschätzungen zur Verfügung. Bitte melden Sie sich.

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Ninja Taprogge
Medienreferentin
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