CARE zur Weltklimakonferenz (COP24) in Polen: „Klimaziele mit Kohlekraft nicht erreichbar“

Drei Jahre nach Pariser Abkommen muss Klimaschutz mehr Fahrt aufnehmen / CARE-Klimaexperte Sven Harmeling steht vor Ort für Interviews bereit

Bonn/Kattowitz, 29. November 2018. Zum Beginn der 24. UN-Klimakonferenz (COP24) am kommenden Sonntag in Polen fordert die Hilfsorganisation CARE von deutschen Regierungsvertretern ein klares Signal zur Abschaltung von Kohlekraftwerken. Die im Pariser Klimaabkommen vereinbarten Klimaziele sind mit Kohlekraft nicht erreichbar.

Sven Harmeling, Klimaexperte von CARE, kommentiert:
„Seit Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens vor drei Jahren sind rund 50 Millionen Menschen durch Wetterkatastrophen aus ihrer Heimat vertrieben worden. Viele dieser Katastrophen werden durch den Klimawandel verschärft. Die fatalen Auswirkungen des Klimawandels zeigen sich schon heute heftig und immer schneller. Die zaghafte Umsetzung der Zusagen des Klimaabkommens hält damit nicht Schritt. Zwar hat die Bundesregierung mit ihrer Finanzzusage an den Grünen Klimafonds (GCF) von 1,5 Milliarden Euro ein wichtiges Zeichen gesetzt, jedoch kommt sie mit leeren Händen in Sachen Kohleausstieg zur COP24. Jedes weiterlaufende Kohlekraftwerk verschärft den Klimawandel.“

Zu den Erwartungen an die UN-Klimakonferenz sagt Sven Harmeling:
„Regierungen müssen bei der COP24, drei Jahre nach dem Pariser Abkommen, deutlich mehr unternehmen, damit der Klimaschutz an Fahrt aufnimmt. Es braucht nicht weniger als ein umfangreiches Aktionsprogramm aus kurzfristigen konkreten Maßnahmen und langfristigen Regeln zur Reduzierung von CO2-Emissionen und zur gerechten Lastenverteilung von Klimafolgen. Dabei ist der Klimawandel sowohl zwischenstaatlich als auch auf der Ebene der Geschlechter eine Frage der Gerechtigkeit: Besonders arme Länder leiden am meisten unter den sich verändernden klimatischen Bedingungen. Frauen und Mädchen sind von den Folgen am meisten betroffen, weil ihnen das Wissen, die Ressourcen und die Rechte fehlen, ihre Lebensumstände eigenständig zu verbessern.“

CARE engagiert sich bei der Klimakonferenz insbesondere in den Bereichen Klimaschutz sowie Klimafolgen, Finanzierung für Entwicklungsländer, Landwirtschaft und Menschenrechte. Dabei bringt eine internationale CARE-Klimadelegation neben politischer Arbeit auch konkrete Projekterfahrungen aus den vom Klimawandel betroffenen Ländern in die Beratungen mit ein.

CARE-Klimaexperte Sven Harmeling steht für Interviews sowohl telefonisch als auch vor Ort bei der COP24 bereit.

Ein CARE-Positionspapier zur COP24 ist in englischer Originalfassung hier abrufbar.

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Stefan Brand
Medienreferent
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