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Kambodscha: Sicherheit am Arbeitsplatz - und Zuhause!

Kroeun aus Kambodscha erzählt, wie ihr Wissen über Sicherheit am Arbeitsplatz auch ihr Privatleben veränderte.

Der Bausektor in Kambodscha floriert, weshalb dort zurzeit zwischen 175.000 und 200.000 Menschen als Arbeiter eingesetzt werden. Davon ist schätzungsweise jeder Dritte weiblich. Allerdings hat der Sektor ein Problem: Viele der Arbeiter verfügen nicht über die notwendige Ausbildung oder arbeiten nur als Tagelöhner. Für weibliche Bauarbeiter ist die Lage noch schlechter: Sie sind häufig in den am niedrigsten bezahlten Positionen tätig, erhalten weder den gleichen Lohn wie ihre männlichen Kollegen oder haben den nötigen Einfluss, um verbesserte Arbeitsbedingungen einzufordern.

Seit Januar 2016 setzt sich CARE daher mit dem Projekt Arbeitsrechte für weibliche Bauarbeiter („Labour Rights for Female Construction Workers") gezielt für die Umsetzung von grundlegenden Arbeitnehmerrechten und Schutzmaßnahmen in der Baubranche ein.
Kroeun, 52, profitiert von diesem Projekt. Sie ist seit über 20 Jahren als Bauarbeiterin tätig und kann anschaulich über die neuen Veränderungen berichten. Hier ist ihre Geschichte.

CARE-Trainings schaffen Sicherheit


„Ich verließ meine Heimatprovinz Prey Veng vor 20 Jahren auf der Suche nach Arbeit im Baugewerbe. Heute bin ich mit einem Bauarbeiter verheiratet und zusammen haben wir fünf Kinder.
Für viele Jahre war es für die Menschen, die auf der Baustelle arbeiteten, üblich weder Helme, noch die passenden Schuhe zu tragen. Das Bauunternehmen stellte uns zwar Gurte für Arbeiten auf höher gelegenen Stellen zur Verfügung, allerdings wurden sie von den meisten nicht genutzt. Sie kletterten einfach ohne Sicherheitsvorkehrungen die Gerüste hoch.

Ich habe an allen Trainings von CARE teilgenommen, die auf der Baustelle angeboten wurden. Seitdem habe ich ein besseres Verständnis für die Bedeutung von Sicherheit am Arbeitsplatz. Dadurch habe ich nun weniger oft geschwollene Füße und mache mir weniger Sorgen um meine Sicherheit.
Meine Kinder sind ebenfalls als Bauarbeiter tätig, allerdings auf einer anderen Baustelle. Dennoch gebe ich das, was ich gelernt habe, an sie weiter. Ich freue mich, dass sie nun die nötigen Schutzvorkehrungen treffen. Zusätzlich geht das Bauunternehmen nun auch noch gegen Mitarbeiter vor, die sich nicht an die Sicherheitsrichtlinien halten.“

Lehrgänge helfen auch im Privatleben


„Das Wissen, was mir am Arbeitsplatz vermittelt wurde, hat mir auch geholfen, besser mit meinem Ehemann zu kommunizieren. Er trank in der Vergangenheit sehr viel Alkohol, was mich beunruhigte und zusätzliche Kosten für die Familie verursachte.
Nach den Sitzungen wurden mir die Gefahren des übermäßigen Alkoholkonsums bewusst, weshalb ich zu meinem Ehemann sagte: Es ist wichtig, dass du deinen Alkoholkonsum reduzierst. Nicht nur ist es besser für deine Gesundheit, sondern auch weniger gefährlich, wenn du Auto fährst oder eben auf der Baustelle arbeitest. Er hat es wirklich verstanden!Ich musste es ihm nur einmal sagen und seitdem hält er sich daran. Was für eine Erleichterung, denn auch meine Söhne folgen seinem positiven Beispiel.

Als mein Ehemann noch trank, hatten wir jeden Tag Schulden. Jetzt können wir sogar Geld sparen! Ich mache mir keine Sorgen mehr und bin glücklich, dass meine Familie eine sichere Zukunft hat.“

Helfen Sie uns dabei, noch viele weitere Leben wie das von Kroeun und ihrer Familie zum Besseren zu wenden und unterstützen Sie CARE mit Ihrer Spende!

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