Mosambik nach Zyklon Kenneth: CARE-Helferteam berichtet von verheerenden Zerstörungen

Erstmalig zwei starke Zyklone in einer Saison / „Alles zerstört, soweit das Auge reicht“

Pemba/Bonn, 27. April 2019. Verheerende Zerstörung in Gemeinden entlang der Einfallsschneise von Zyklon Kenneth im Norden Mosambiks - das ist die Einschätzung eines CARE-Teams vor Ort am heutigen Samstag. Daw Mohamed, Leiter der Einsatzgruppe in der Provinz Cabo Delgado, berichtet: „Heute morgen waren wir in Maconia und dort ist alles zerstört, soweit das Auge reicht. Ich arbeite seit drei Jahrzehnten in der Katastrophenhilfe. Aber so etwas habe ich noch nicht gesehen. Mir fehlen die Worte.“ Auch die Region Ibo ist laut CARE-Berichten stark betroffen: „Hier sind 100.000 Menschen dringend auf Hilfe angewiesen. Landwirtschaftliche Flächen, Märkte, Produktionsstätten - alles ist zerstört.“

Ersten Schätzungen zufolge sind rund 700.000 Menschen in der Provinz Cabo Delgado von dem tropischen Wirbelsturm betroffen. Kenneth traf mit Windgeschwindigkeiten von über 220 Stundenkilometern auf Land - eine Stärke, die seit Beginn der Aufzeichnungen vor 60 Jahren noch kein Sturm in dem südostafrikanischen Land erreicht hat. Zudem ist es laut den Vereinten Nationen das erste Mal, dass in einer Wirbelsturmsaison gleich zwei Zyklone mit derartigen Geschwindigkeiten in Mosambik auftreffen.

Die Regierung von Mosambik berichtete, dass 30.000 Menschen evakuiert werden konnten. Wie immer wird in den ersten Tagen die Priorität auf Bergungsarbeiten, medizinischer Versorgung und sauberem Trinkwasser liegen.
CARE plant, zunächst Moskitonetze, Eimer, Zeltplanen und Hygiene-CARE-Pakete für Frauen und Mädchen zu verteilen. Bereits vor sechs Wochen, als Zyklon Idai auf Land traf, galt der besondere Augenmerk des CARE-Nothilfeteams den Bedürfnissen von Frauen und Mädchen. Einige Hilfsgüter sind bereits in die betroffene Region unterwegs. Aber mit der fortwährenden Hilfsoperation rund um Beira nach Zyklon Idai sind die personellen und finanziellen Ressourcen sehr knapp.

Erste Fotos aus der betroffenen Region können Sie hier herunterladen. Bitte beachten Sie den Fotonachweis CARE/www.care.de  bei Abdruck.

Bei Interesse an Interviews mit erfahrenen Helfern (englisch vor Ort, deutsch in Bonn/Berlin) melden Sie sich gerne.

Um schnell helfen zu können, ist CARE auf Spenden angewiesen:
IBAN: DE93 3705 0198 0000 0440 40
BIC: COLSDE33
Stichwort: Zyklon Südostafrika
www.care.de/online-spenden
 

Medienkontakt:

Sabine Wilke
Abteilungsleitung Kommunikation & Advocacy
0228 975 63 46
0151 147 805 98
wilke(at)care.de

 

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