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Mossul: 5 Fakten, die jetzt wichtig sind

Bis zu 14 Millionen Menschen in Irak könnten in diesem Jahr auf humanitäre Hilfe angewiesen sein. Weitere Fakten im Überblick.

Mossul – die größte humanitäre Katastrophe noch in diesem Jahr?

In Mossul, Iraks zweitgrößter Stadt, leben rund eine Million Menschen. Im schlimmsten Fall könnten all diese Menschen von den aktuellen Kämpfen vertrieben werden. Seit Juni 2014 ist die Stadt besetzt, die Rückeroberung begann im Oktober 2016. Bereits vor der Militäroffensive in Mossul gab es in Irak 3,3 Millionen Binnenflüchtlinge und weitere 10 Millionen Menschen waren auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Durch die militärischen Auseinandersetzungen in Mossul könnte die Gesamtzahl der Hilfsbedürftigen bis Ende des Jahres auf 14 Millionen ansteigen.

Noch sitzen viele Menschen in Mossul fest.

Was eine Flucht aus der Stadt bedeutet? Die Bewohner begeben sich in unmittelbare Lebensgefahr! Bisher sind etwa 17.000 Menschen aus den äußeren Stadtbezirken in südliche und östliche Richtung geflohen. Die meisten Menschen sitzen weiterhin in der Stadt fest. Die Regierung hat alle Bewohner dazu aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben, da zwei Kriegsfronten mitten durch die Stadt verlaufen.
Wann mehr Menschen fliehen werden? Das kann niemand wissen. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass früher oder später viele Menschen die Stadt in südlicher Richtung verlassen werden. Ohne Essen und Wasser und medizinische Versorgung können sie in der Stadt nicht überleben.

Humanitäre Hilfe dringend nötig – und zwar in jedem Lebensbereich

Wenn Menschen fliehen, müssen sie meist alles zurücklassen. Das wird auch für die Menschen aus Mossul gelten. Sie werden dann Hilfe in allen Lebensbereichen brauchen:  Essen, sauberes Wasser, medizinische Versorgung und Notunterkünfte sowie Toiletten und Waschmöglichkeiten.
Wie CARE helfen wird? Vor allem mit Notunterkünften, sauberem Trinkwasser und Sanitäranlagen. CARE-Teams stehen bereit, um im Notfall schnell Hilfe zu leisten und Wasserkanister, Planen und Zelte zu verteilen.

Frauen und Mädchen sind besonders betroffen.

Fast jedes geflohene Mädchen und jede geflohene Frau berichtet von sexueller Gewalt und Ausbeutung. Viele weitere machen sich aufgrund der Gefahr, der sie ausgesetzt sind, auf den Weg. CARE schätzt, dass auch 46.000 schwangere Frauen und junge Mütter die Stadt verlassen werden. Sie benötigen spezielle Medikamente und Babynahrung. Auf der Flucht aus der Stadt könnten viele Familien getrennt werden, Kinder sind dann alleine unterwegs. CARE legt bei seiner humanitären Hilfe besonderen Wert auf die Unterstützung dieser stark gefährdeten Bevölkerungsgruppen.

Ihre Spende kann Leben retten.

CARE bereitet sich auf die Unterstützung tausender Menschen vor, die aus Mossul vertrieben werden könnten. Wir stellen Hilfsgüter für den dringendsten täglichen Bedarf bereit. Dabei stehen die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen stets im Fokus unserer Arbeit.

Bitte unterstützen Sie die Hilfe für geflüchtete Menschen aus Mossul mit Ihrer Spende!

Weitere Informationen zu unserer Hilfe im Nordirak finden Sie hier

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