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Philippinen: CARE leistet Nothilfe nach Taifun Hagupit

In den letzten Tagen unterstützte CARE gemeinsam mit lokalen Partnern bereits 2000 Familien durch Lebensmittelverteilungen. Besonders stark betroffene Dörfer der Provinz Ost-Samar sind auf diese Hilfe angewiesen.

Mit Reis und Konserven, die etwa Fleisch und Sardinen enthalten, unterstützt CARE Gemeinden wie Oras und Dolores, die von Taifun Hagupit am stärksten betroffen sind. Hier traf der Taifun zum ersten Mal auf Land. Eine Woche danach ist vor allem Nahrungsmittelknappheit ein Grund zur Sorge, sagen die Bewohner. In den kommenden Tagen werden es insgesamt 3500 Familien sein, die von CARE Nothilfe erhalten.

Hagupit zerstörte Lebensgrundlagen

Rufina Ogdalia, 38 Jahre alt und Mutter von vier Kindern, erzählt, dass ihre Familie vor Hagupit Fisch und Fleisch für ihre Mahlzeiten kaufte. Jetzt müssen sie mit Reis auskommen und mixen Salz, Sojasoße und Öl in ihre Lebensmittel. Denn nachdem der Taifun den Dorfladen und ihre Farm mit Kokosnüssen, Bananen und Wurzelgemüse zerstört hat, ist das Geld knapp.

„Das sind nur ein paar der Kommunen, die am schlimmsten von Taifun Hagupit getroffen wurden. Die Menschen in diesen Teilen Ost-Samars sagten dem CARE-Team und Partnerorganisationen, dass Hagupit stärker und verheerender gewesen sei, als der Super-Taifun Haiyan. So wie bei Rufina wurde hier durch Hagupit ein großer Teil der Landwirtschaft zerstört oder stark beschädigt", berichtet Alexandra MacIean, CARE-Länderdirektorin der Philippinen.

Neben Häusern und Ernteerträgen beschädigte Hagupit auch Kokusnussbäume, eine der Haupteinnahmequellen der Menschen in diesen Teilen des Landes. In Oras rechnen die Behörden damit, dass nahezu 100 Prozent der Kokusnussbäume durch den Taifun zerstört wurden.

Rufinas Haus war aus leichten Materialien gebaut und ist fast vollständig niedergerissen worden. Jetzt ist sie mit einer doppelten Last konfrontiert: Sie muss ihre Unterkunft reparieren und ihre Lebensgrundlage wiederaufbauen – ohne eigene finanzielle Rücklagen.

Der Einsatz nach dem Taifun

„Neben der Unterstützung von Gemeinden durch Lebensmittelverteilungen, plant CARE zusammen mit Partnern auch beim Wiederaufbau von Unterkünften und Lebensgrundlagen zu helfen", sagt CARE-Mitarbeiter Rachid Boumnijel, der bereits nach Taifun Haiyan im Einsatz war.

CARE hat einen Spendenaufruf in Höhe von 4,2 Millionen Euro ins Leben gerufen, um von Taifun Hagupit betroffene Familien beim Wiederaufbau unterstützen zu können.

5.000 Familien soll beim Wiederaufbau ihrer Häuser geholfen werden und 10.000 Familien werden dabei unterstützt, ihr Einkommen wieder selbst zu verdienen. Die philippinische Regierung leitet den Hilfseinsatz nach Hagupit. CARE arbeitet eng mit der Regierung zusammen, um diese zu unterstützen.

CAREs Arbeit auf den Philippinen

Seit 1949 arbeitet CARE auf den Philippinen. Durch Katastrophenhilfe und der Unterstützung von Gemeinden, sich auf Naturkatastrophen vorzubereiten, hat CARE in der Vergangenheit über 318.000 Menschen erreicht. Lebensrettende Nahrung, Schutzmaßnahmen und finanzielle Unterstützung helfen den Menschen ihre Lebensgrundlage und ihr Einkommen neu aufzubauen.

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