Welternährungstag: Hungerkrise in Somalia

„Schwarzer Tee war alles, was ich meinen Kindern geben konnte.“

Die 20 Jahre alte Hodu lebt im Dorf Oodweyne in Burao in Somaliland. Sie ist Mutter von drei Kindern, bald erwartet sie ihr viertes. Ihr ältestes Kind ist vier Jahre alt, ihr jüngstes ein Jahr. Ihre Familie verlor während der Dürre alle 20 Ziegen und Schafe. „Wir hatten Schwierigkeiten, überhaupt noch an Essen zu kommen. Es gab viele Tage, an denen wir gar nichts zu essen hatten. Wir mussten hungrig zu Bett gehen“, sagt Hodu.

Kein Wasser, kein Vieh – keine Lebensgrundlage

Somaliland hat in letzter Zeit viele Krisen erlebt: Neben der Dürre kam es zu einem Choleraausbruch. Tausende von Famlien haben ihr Vieh und damit gleichzeitig ihre Lebensgrundlage und Nahrungsquelle verloren. Insgesamt sind mehr als 18 Millionen Menschen in der Region von Nahrungsmittelunsicherheit bedroht.

Hodu, ihr Mann und ihre Kinder waren von ihren Tieren abhängig. Als diese starben, hungerte die Familie tagelang. Irgendwann gab Hodu ihren Kindern nur noch schwarzen Tee – die einzige „Mahlzeit“ am Abend. Manchmal teilten ihre Nachbarn Mais mit ihnen, damit sie wenigstens ein bisschen essen konnten. „Wir mussten irgendwie an Geld kommen, also begann mein Mann Holzkohle auf dem Markt zu brennen und zu verkaufen. Die meisten Leute haben jedoch kein Geld, um sie zu kaufen. Es geht ihnen ja wie uns. Also verleiht er die Holzkohle hauptsächlich“, erklärt Hodu.

„Wir sind froh, nicht mehr hungrig schlafen zu müssen.“

Seit einiger Zeit nun erhält Hodus Familie Hilfe von CARE. „Wir schauen jetzt etwas optimistischer in die Zukunft, aber die Dinge sind immer noch schwierig. Meine Kinder brauchten ein wenig Zeit, um sich an die neuen Nahrungsmittel zu gewöhnen; sie kannten bisher nur Milch und Fleischprodukte. Aber ihnen geht es jetzt besser. Vor kurzem noch verbrachten wir unsere ganzen Tage damit zu überlegen, woher wir die nächste Mahlzeit bekommen sollten. Kleidung, Schule und unsere Gesundheit waren für uns nebensächlich. Dank CARE sind die Tage des Hungers zu Ende“, sagt Hodu.

Unterstützen Sie Familien wie die von Hodu am heutigen Welternährungstag mit Ihrer Spende und sorgen sie so dafür, dass noch mehr Menschen ohne knurrenden Magen zu Bett gehen können!

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