Wirbelsturm Amphan in Bangladesch

Wirbelsturm Amphan: CARE-Teams vor Ort

Schwere Zerstörungen in Indien und Bangladesch

Vergangenen Mittwoch brachte Wirbelsturm Amphan schwere Verwüstungen in Indien und Bangladesch. Häuser, Geschäfte und Felder wurden verwüstet, tausende Menschen verloren ihre Lebensgrundlage. In den meisten Gemeinden herrschten bereits strenge Ausgangssperren und der Wirbelsturm verschärft nun die Unsicherheit. Die Flüchtlingscamps in Cox’s Bazar in Bangladesch wurden glücklicherweise nicht so schwer getroffen wie zunächst befürchtet. Doch mehr als 1.500 Behausungen aus Bambus wurden zerstört. In Cox’s Bazar drängen sich rund 900.000 Menschen in solchen Hütten unter Plastikplanen, die meisten von ihnen Frauen und Kinder. 

“Unzählige Familien im Südwesten von Bangladesch erlebten gestern eine schlaflose Nacht”, berichtet CARE-Länderdirektor Walter Mwasaa von vor Ort. „Der Wirbelsturm traf mit Windgeschwindigkeiten bis zu 180 Stundenkilometern auf Land. Gerade Gebiete in Küstennähe, die durch den klimabedingten Anstieg des Meeresspiegels ohnehin schon sehr verwundbar sind, wurden schwer überflutet. Wir wissen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau, wie viele Häuser zerstört wurden. Aber es ist klar: Viele Menschen werden Hilfe brauchen.”

CARE-Helferinnen und Helfer sind in Bangladesch und Indien aktiv, um die Schäden zu ermessen und Hilfe zu organisieren.


Amphan ist der bislang stärkste Wirbelsturm des 21. Jahrhunderts im Golf von Bengalen. Flutwellen bis zu drei Metern Höhe trafen auf schutzlose Dörfer. In Indien waren die Bundesstaaten Odisha und Westbengalen am schwersten betroffen. Erst im letzten Jahr hatte Wirbelsturm Fani in Indien schwere Verwüstungen angerichtet.


„Wir schätzen, dass rund vier Millionen Menschen in der Region unter akuter Mangelernährung, Hunger, Krankheit und chronischer Armut leiden. Wirbelsturm Amphan hat ihr Leid nun noch einmal verschärft“, berichtet ein indischer CARE-Helfer.


Die Regierungen von Indien und Bangladesch hatten im Vorfeld mehr als drei Millionen Menschen evakuiert. Doch durch die Corona-Pandemie stellen sich solche Evakuierungen als sehr schwierig da, denn physische Distanz kann in Notunterkünften nur schwer gewährleistet werden.

CARE-Teams in Indien und Bangladesch koordinieren derzeit mit den lokalen Behörden und anderen vor Ort aktiven Hilfsorganisationen, um die Bevölkerung effektiv und schnell zu unterstützen. Tausende Menschen werden Nothilfe benötigen: Unterkunft, Nahrung, Wasser und Zugang zu sanitären Einrichtungen. In den kommenden Wochen und Monaten muss den Menschen auch geholfen werden, ihren Lebensunterhalt wiederaufzubauen. Besonderes Augenmerk wird CARE auf Frauen und Mädchen und ihre Bedürfnisse im Bereich Gesundheit, Hygiene und Sicherheit legen.

Bitte unterstützen Sie die CARE-Hilfe in Bangladesch, Indien und weltweit – wir handeln schnell und helfen den Ärmsten – vielen Dank!

 

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